Duisburg: „Dumpingmieten sind keine Lösung“
zuletzt aktualisiert: 29.02.2008Duisburg (RPO). Für das Hochheider Hochhausgebiet muss ein Gesamtkonzept erstellt werden, unter Einbeziehung aller Hauseigentümer. Nur so seien die Probleme in den Griff zu kriegen, sagte gestern Hermann Grindberg, Vorsitzender der SPD-Bezirksfraktion. SPD-Mitglieder hatten sich am Mittwoch Abend über die Bemühungen zur Sanierung und Vermietung des Hochhausblocks Ottostraße 58-64 informiert. Mit dabei war die Bundestagsabgeordnete Petra Weis.
Die Bemühungen der Eigentümergemeinschaft an der Ottostraße 58-64 seien löblich, so das Fazit der Sozialdemokraten. Doch das Gesamtproblem werde nur verschoben. Es gebe ein Überangebot an Wohnraum im Hochhausviertel. Auf Dauer werde es lediglich zu einem „Verdrängungswettbewerb“ kommen, wenn, so Grindberg, renovierte Wohnungen zu „Dumpingpreisen“ angeboten werden. Die geringe Quadratmetermiete von vier Euro im Hochhaus Ottostraße 58-64 sei ein Anreiz für Mieter aus anderen Hochhäusern, umzuziehen. Dann würden lediglich andernorts Leerstände entstehenen. Überdies sei zu erwarten, dass das Hochhaus Ottostraße 58-64 bei einer so geringen Quadratmetermiete nicht auf Dauer in Schuss gehalten werden könne.
Wie die Hochhauseigentümer an einen Tisch geholt werden könnten, bleibt offen. Dies war schon im Moderationsverfahren für Hochheide gescheitert. „Vielleicht ist die Not noch nicht groß genug“, so Grindberg.
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