Duisburg: „Nacht der Architektur“ am 13. September
zuletzt aktualisiert: 27.08.2008Duisburg (RPO). Die Lebens- und Arbeitsqualität in unseren Städten ist maßgeblich abhängig von der Qualität der gebauten Umwelt. Eine nachhaltige Entwicklung ist in diesem Sinne ohne Baukultur nicht denkbar. Um in dem Spannungsfeld zwischen Wunsch und Wirklichkeit auf jeweils aktuelle Themen aufmerksam zu machen, bieten der BDA (Bund Deutscher Architekten) und die Stiftung Wilhelm-Lehmbruck-Museum mit der „Nacht der Architektur“ alljährlich eine Plattform für Vorträge, Präsentationen und moderierte Diskussionen mit Blick auf die Region um Duisburg.
Nach Veranstaltungen in den vergangenen Jahren zur Zukunft der Kirchen und zum Wohnen in der Stadt steht in diesem Jahr am Samstag, 13. September, der Prozess der Stadtentwicklung selbst im Fokus.
Stadt entsteht nie allein durch Beschlüsse ihrer politischen Gremien. Gefragt wird, wie und durch welche Faktoren vorangetrieben Stadtquartiere zu dem werden, was sie sind, wer die Akteure sind, wie sich Einzelmaßnahmen oder umfangreichere Konzepte auf den öffentlichen Raum einer Stadt auswirken. Für Duisburg haben diese Fragen besondere Bedeutung, weil Großbauten die Innenstadt massiv verändern und der Masterplan die Weichen neu stellt.
Zum Einstieg in das Thema wird ab 16 Uhr eine zweistündige Busexkursion zu drei ganz unterschiedlichen Plätzen angeboten: im Hafenstadtteil Ruhrort der Verkehrsknotenpunkt Friedrichsplatz, an dem ein neuer Supermarkt eingerichtet wurde; im von Großindustrie geprägten Stadtteil Hamborn das so genannte BauhausKarree, eine unter Denkmalschutz stehende, homogene Werkswohnungsanlage um eine Straßenkreuzung als neu gestalteter Platz; in der Innenstadt von Oberhausen die Platzbildung durch den Neubau der Sparkasse an der Wörthstraße durch die Architekten Sauerbruch Hutton, Berlin. Treffpunkt für die Exkursion ist der Haupteingang des Lehmbruck-Museums an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Die Teilnahme kostet fünf Euro, eine Anmeldung ist bis Freitag, 5. September, möglich unter der Rufnummer 0203 2832630.
Am Abend findet nach einem Empfang um 18.30 Uhr im Skulpturenhof des Museums eine Informationsveranstaltung statt. Hauptreferent ist Dr. Reinhard Seiß, der mit kritischem Akzent typische Phasen der Stadtentwicklungsplanung am Beispiel der Stadt Wien aufzeigt. Es folgt eine Diskussionsrunde mit Dr. IDE-Geschäftsführer Ralf Oehmke, Dr. Wolfgang Conrad (Frankonia Eurobau AG, Nettetal) und Rolf Skopek (THS Wohnen GmbH, Leiter Regionalcenter West, Essen).
Anschließend gibt es Musik und Wein und andere kleine Köstlichkeiten und eine nächtliche Museumsführung.
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