Duisburg: „Veränderung ist Leben“
VON FABIAN SPIESS - zuletzt aktualisiert: 29.10.2007Duisburg (RPO). Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Frühschoppen beging die Großpfarrei St. Judas Thaddäus ihr einjähriges Bestehen. Pfarrer Schepers freute sich über ein neues Gemeinschaftsgefühl.
Mit einem festlichen Gottesdienst wurde am Sonntagmorgen in der Buchholzer St. Judas Thaddäus Kirche an der Münchener Straße das einjährige Bestehen der gleichnamigen Großpfarrei, in die aufgrund der Umstrukturierungen im Bistum Essen die Pfarreien des Dekanat Duisburg-Süd aufgingen, gefeiert. Pfarrer Ludger Schepers zog ein Jahr nach den Veränderungen, durch die der Tod vieler Gemeinden befürchtet wurde, ein überwiegend positives Fazit: „Wir werden weiterhin im Duisburger Süden für alle Menschen und an allen Orten da sein können. Vielleicht nicht in dem Maße wie früher, aber es ist möglich“. Nach Meinung des Pfarrers ist ein ausgeprägter Teamgeist der Schlüssel zu einem neuen Gemeinschaftsgefühl: „Das, was früher einer alleine gemacht hat, müssen heute eben mehrere gemeinsam machen“. Zusammenfassend stellte Schepers fest: „Veränderung ist Leben, Stillstand bedeutet Tod“. Passend dazu drehten sich auch die Gebete und Lieder während des Gottesdienstes rund um das Thema Veränderung und Hoffnung.
Die Gemeinden
Beim Frühschoppen präsentierten sich neben St. Thaddäus die Gemeinden St. Franziskus (Großenbaum und Rahm), St. Peter und Paul (Huckingen), St. Suitbert (Wanheim), St. Joseph (Wedau und Bissingheim) und St. Dionysius aus Mündelheim. Für Unterhaltung sorgte ein Kabarettist und eine Mundharmonikagruppe. Thomas Keller (St. Thaddäus) hofft, dass weitere Veranstaltungen dieser Art folgen werden.
Auf dem Kirchenvorplatz veranstaltete die Großpfarrei nach der Messe einen Frühschoppen, bei dem sich die einzelnen Gemeinden und das Seniorenbegegnungszentrum der Caritas mit einem Stand präsentierten. Gläubige aus allen Teilen der Pfarrei nutzten die Gelegenheit, einander besser kennen zu lernen, ganz zur Freude von Karl-Heinz Herde von der Huckinger Gemeinde St. Peter und Paul: „Die neue Situation eröffnet doch tolle Möglichkeiten. Schließlich erhält man nun viel intensiver einen Einblick in die Arbeit anderer Gemeinden“. Früher sei eher „jeder für sich selbst geblieben“. Ganz ähnlich sieht das Theo Keller, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von St. Judas Thaddäus. Zwar gebe es immer noch große Fraktionen, „die an altem festhalten wollen“, doch Keller sieht zahlreiche „Möglichkeiten für Neuanfänge“. Außerdem zeige die gut besuchte Kirche das Interesse vieler Gläubiger an neuen Wegen. „Ich hoffe, dass diese Veranstaltung dazu dient, dass viele interessante Gespräche zu Stande kommen“, so Keller.
Die Bürgerinitiative „COntra Pipeline Duisburg-Süd“ nutzte die Möglichkeit, um über die Risiken des Pipelinebaus zu informieren und um Unterschriften gegen die Pipeline zu sammeln. Für das leibliche Wohl der Gäste wurde mit Suppe, kalten Getränken und Glühwein gesorgt.
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