Duisburg: „Zwei Meter reichen nicht“
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 28.10.2006Duisburg (RPO). Höher und breiter müsste die Lärmschutzwand sein, um die Bissingheimer künftig vor dem Lärm der vorbei ratternden Güterzüge zu schützen. Unterstützung erhoffen sich die Betroffenen von OB Sauerland.
Die Menschen werden von immer mehr Lärm geplagt. Die Bissingheimer können davon ein besonderes Lied singen, vor allem die, die gleich an der Bahnstrecke wohnen. Deshalb wird in Bissingheim Lärmschutz auf jeden Fall begrüßt, jedoch nicht in der Form, wie ihn die DB Projektbau jetzt plant. „Eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand vom Haltepunkt Bissingheim 700 Meter Richtung Süden reicht nicht aus“, meinen der Bürgerverein Wedau/Bissingheim und die Innitiative Pro Bissingheim.
Unterstützung bei ihren Forderungen erhoffen sich die beiden Vereine nun von Oberbürgermeister Adolf Sauerland. In einem offenen Brief haben sie ihre Vorstellungen von Lärmschutz dargelegt und die weichen ganz deutlich von denen der Deutschen Bahn ab. Statt zwei Meter müsste die Lärmschutzwand mindestens fünf Meter hoch sein, fordern Pro Bissingheim und der Bürgerverein. Bestätigt sehen sie sich darin von den Aussagen in Band 2 des Lärmminderungsplanes, der sogar eine Einhausung der Gleistrasse empfehle. Außerdem ,so die Bissingheimer, müsste die neue Lärmschutzwand auf Bissingheimer Seite mindestens genauso hoch sein, wie die auf Wedauer Seite, die künftig das neu zu erschließende Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs vor Lärm schützen soll. Denn sonst würde der höhere Lärmschutz die Schallwellen nach Bissingheim reflektieren und dadurch die Lärmbelästigung erneut erhöhen.
Allerdings fordern Pro Bissingheim und der Bürgerverein nicht nur eine höhere, sondern auch eine längere Lärmschutzwand. „Die Lärmschutzwand ist offensichtlich zu kurz. Sie endet direkt an den Häusern „Am Brunnen“, beziehungsweise „Bissingheimer Straße 365.“ Die Häuser am Haltepunkt Wedau, Worringer Weg, Kurt-Heintze-Straße und Präsident-Marx-Platz würden gar nicht geschützt. Der Lärmminderungsplan Duisburg-Süd dagegen empfehle eine Schallschutzwand vom Haltepunkt Wedau bis südlich des Bissingheimer Sportplatzes.
Nun hoffen die Bissingheimer auf die Unterstützung des Oberbürgermeisters, um einen optimalen Lärmschutz durchzusetzen. Denn halbherzige Lösungen seien Geldverschwendung.
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