Duisburg: Bei Sasha ging die Post ab
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 10.03.2008Duisburg (RPO). Die Sparkasse kehrte nach fünf Jahren im Exil mit ihrer Gala in die Mercatorhalle zurück, die schöner geschmückt war denn je.
So schön dekoriert war die Mercatorhalle im CityPalais noch nie: Die Duisburger Sparkasse hatte für ihre Gala wirklich alles möglich gemacht, was die strengen Regeln im Umgang mit der Halle zulassen. Nach fünf Jahren im Exil im Landschaftspark-Nord gab es am Samstag anstelle der Sparkasse im Park erstmals wieder eine Sparkassen-gala. Und, wie war’s? So einfach lässt sich darauf keine eindeutige Antwort geben.
Das Programm war wieder exzellent. Stargast Sasha erwies sich als ein echter Bringer. Die feinen Damen der Duisburger Geselllschaft riss es von den Stühlen und sie beklatschten und bejubelten vor der Bühne den Charming-Boy mit der fantastischen Musik frenetisch. Da ging die Post ab. Mit dem „Alexis-Brothers“ betraten zwei prächtige Muskelpakete die Bühne und zeigten Akrobatik der Spitzenklasse. Ein Augenschmaus (die beiden Männer, wie ihre Kunststücke)!
David Shiner vom Cirque du Soleil schaffte es ganz ohne Worte, das Publikum zum Lachen zu bringen. Er schnappte sich aus dem Publikum vier Gäste, unter ihnen Thomas Susen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, für eine pantomimische Film-Geschichte von Liebe, Leid und Tod und ließ sie nach seiner (stummen) Pfeife tanzen.
Zuvor hatten sich die „String oft Pearls“, drei singende Damen und ein Herr am Klavier, in der Unterhaltungskunst versucht. Die 650 Gäste an den Tischen und weitere rund 500 auf der Empore (sie mussten brav in Stuhlreihen sitzen und wurden nicht bewirtetet) trafen hernach im Foyer zusammen zum Trinken, Tanzen und Tratschen. Nicht zum Rauchen, die Smokies unter den Gästen mussten eine Etage höher in eine Art Isolierzimmer.
Wenn bei der Sparkasse-Gala nicht die sonst bei dieser Veranstaltung garantiert ausgelassene Stimmung aufkommen wollte, so lag das keineswegs am Veranstalter, vor allem nicht an Gala-Organisator Andreas Vanek. (Seine anerkennenswerte Arbeit hatte Hans-Werner Tomalak, stellvertretender Sparkassen-Vorstand, bei seiner Begrüßungsrede völlig zu Recht ausdrücklich gelobt). Es lag einfach an der Halle, die sicherlich viele Vorteile gegenüber der Vorgängerin bietet, aber sich einmal mehr nicht als idealer Raum für ein Fest erwiesen hat, bei dem die Stimmung überkochen könnte.
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