Duisburg: Beliebt bei den Bürgern
VON CHRISTIAN STEINBRINK - zuletzt aktualisiert: 07.12.2009Duisburg (RPO). Nach dem Lerntag im Oktober wurde jetzt der 90. Geburtstag der Duisburger Volkshochschule festlich begangen. Oberbürgermeister Adolf Sauerland blickte auf die Anfänge zurück.
Nach dem Lerntag Ende Oktober feierte die Volkshochschule Duisburg am Freitagabend mit einem Festakt ein zweites Mal ihren 90. Geburtstag. Zahlreiche Laudatoren bescheinigten der VHS außerordentliche Ergebnisse trotz erschwerter Bedingungen. Was die Aus- und Weiterbildung einer Volkshochschule bedeuten kann, hat Dr. Gerhard Jahn schon früh am eigenen Leib erfahren. Der heutige Direktor der VHS Duisburg erreichte als Kind mit klassischem Arbeiterhintergrund nämlich nur durch die Institution, die er heute leitet, die Fachhochschulreife und konnte so seine akademische Laufbahn überhaupt erst starten. Das erfuhren die Gäste des Festaktes zum 90. Geburtstag der VHS aus einem Filmbeitrag, der zu Beginn der Veranstaltung eingespielt wurde. Er dokumentierte den Lerntag, den die Schule als ersten Teil ihres Jubiläums durchgeführt und der zahlreichen Duisburgern die breite Angebotspalette der Anstalt vorgeführt hatte.
Festlich ging es nun im Versammlungsraum der VHS zu. Neben Jahn hielt auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland eine Rede, in der auf die Geschichte der VHS zurückblickte. Sein Beitrag enthielt Konkretes über die zeitlichen Dimensionen des Aufbaus. Er führte aus, dass es von der ersten Idee des damaligen Bürgermeisters Karl Jarres, eine Volkshochschule ins Leben zu rufen, bis zu ihrer Umsetzung im Jahr 1919 lediglich zehn Monate gedauert hatte, bis zur Eröffnung des noch heute genutzten eigenen Gebäudes in der Königstraße aber 44 Jahre. Darüber hinaus betonte Sauerland die politische Bedeutung der VHS, da Bildung grundlegend für den Aufbau und die Entwicklung demokratischer Strukturen sei. Ins gleiche Horn stieß der Vorsitzende des deutschen Volkshochschulverbandes und Mitglied des Bundestages, Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD). Er bezeichnete die VHS Duisburg mit ihren Angeboten und ihrer Akzeptanz in der Bevölkerung als vorbildlich, sie sei eine "besondere VHS in einer Stadt mit besonderen Herausforderungen". Auch er unterstrich die Bedeutung von Volksbildung, besonders auf freiwilliger und kommunaler Ebene, für die bundesrepublikanische Demokratie. Für OB Sauerland hat die VHS zudem eine ganz andere, persönliche Bedeutung. Er führte aus, in einem hier angebotenen Spanisch-Kursus seine spätere Ehefrau kennengelernt zu haben.
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