Duisburg: Besinnliches Benefizkonzert
VON CHRISTINA HOETZEL - zuletzt aktualisiert: 02.12.2008Duisburg (RPO). Der kleine Chor der Kirchengemeinde St. Joseph in Friemersheim faszinierte die Besucher des adventlichen Benefizkonzerts zur Restaurierung der Orgel mit einem Spaziergang durch die Welt der Marienmusik.
friemersheim Ein feierliches, besinnliches Benefizkonzert für den Erhalt der Orgel erlebten die zahlreichen Zuhörer in der St. Joseph-Kirche in Friemersheim. Zum ersten Adventssonntag führte der kleine Chor mit Maria durch das Kirchenjahr. „Niemand verkörpert die weibliche Seite so wie Maria. Lassen wir sie an uns heran. In uns hinein“, wandte sich Pfarrer Peter Teller-Weyers, gleichzeitig einer der Tenöre des Chores, an die Konzertbesucher.
„Keine Bange, ich sprech’ jetzt nicht nach jedem Lied“, beteuerte er. Seine theologischen Erläuterungen und Auszüge aus Gedichten und Texten von Rainer Maria Rilke und Novalis waren interessante Einschübe zwischen den Gesangsstücken. Die klassischen Kirchen und Weihnachtslieder thematisierten etwa die Verkündigung der Empfängnis durch den Erzengel Gabriel, die Geburt Jesu und die Trauer der Mutter unter dem Kreuz.
Spenden für die Orgel
Das Konzert war ein Spaziergang durch die Musikwelt der Marienlieder. Der kleine Chor der Kirchengemeinde spielte Musik von namhaften Komponisten wie Beethoven, Mozart oder Mendelssohn-Bartholdy.
Der Eintritt war frei, dafür wurde für die Restaurierung der Orgel gespendet.
Der Chor probt jeden Montag von 18.45 bis 20 Uhr.
Perfekt aufeinander abgestimmt
Dank der Leitung von Udo van der Koelen waren die 13 Sänger stets perfekt aufeinander abgestimmt. Einsätze und Übergänge klappten problemlos. Bei „Maria durch ein Dornwald ging“ begann der Chor erst gedämpft, um dann volltönend zu verkünden: „Da hab’n die Dornen Rosen getragen. Als das Kindlein durch den Wald getragen!“ Nach einem ruhigeren „Es ist ein Ros entsprungen“, folgte das festliche Spiritual „Mary had a baby“. Tenor Volker Vienken lieferte ein schwungvolles Solo. In unglaubliche Höhen kletterte die ausdrucksstarke Sopranstimme der Solistin Elisabeth van der Koelen beim „Ave Maria“. Kanonartig setzten zuerst die Frauen ein, dann die Männer. Nach dem Präludium von Johann Sebastian Bach / Charles Gounod sang der Chor zuerst Wolfgang Amadeus Mozarts Version Köchelverzeichnis 554, um dann nach einem Zwischenspiel von Franz Schuberts Opus 52 Nummer 6 in die zweite Version von Sergej Rachmaninow Opus 31 einzusteigen. „Wie oft ist das Ave Maria schon gesungen worden. Es klingt ganz neu, wenn ich damit die Maria in mir grüße“, kommentierte Teller-Weyers. Die Solisten bekamen nach ihren Einsätzen einen Sonderapplaus.
Zwischen den Gesangsstücken demonstrierte Christian Buchmann gekonnt das Klangspektrum der Orgel. So folgte nach „Übers Gebirg Maria geht“ beispielsweise Vincent Lübecks Präludium in F-Dur. Von der Empore stieg er jedoch gelegentlich ins Hauptschiff hinab, um den Chor am Klavier zu begleiten.
Als Dekoration im Hintergrund diente lediglich der große hängende Adventskranz. Das gedankenvolle Konzert setzte zum ersten Advent ein positives Zeichen in der gelegentlich etwas hektischen Vorweihnachtszeit. So gut eingestimmt auf das Fest, dankten die Zuhörer allen Mitwirkenden mit ihrem Applaus.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






