Duisburg: Bewegung auf höchstem Niveau
VON JESSICA NARLOCH - zuletzt aktualisiert: 30.07.2010Duisburg (RPO). In den Sommerferien finden im Ballettstudio Rotraud Hantke traditionell die Tanzwochen statt: Internationale Tänzer und Choreographen zeigen ihr Können und geben ihr Wissen und ihre Begeisterung an die Teilnehmer weiter.
Das Ballettstudio von Rotraud Hantke im Theater Duisburg ist nicht irgendeine Tanzschule. Großzügige Tanzräume mit Charakter und eine familiäre, aber professionelle Atmosphäre machen das Ballettstudio zu einem inspirierenden Ort, an dem Tänzerinnen und Tänzer aus dem gesamten Ruhrgebiet ihrer Leidenschaft – von klassischem Ballett über Modern Dance und Jazz Dance – nachgehen können.
In den Sommerferien wird das ohnehin hohe Niveau, auf das Rotraud Hantke und die Tanzlehrer sehr viel Wert legen, noch einmal angehoben, denn dann haben Tanzbegeisterte die Möglichkeit, mit professionellen Tänzern aus Budapest, Kolumbien, den Niederlanden, Armenien, Moskau und den USA zu trainieren.
Einer von ihnen ist der aus London stammende Colin Sinclair, der hier sechs Wochen lang Jazz Dance und Musical Show Jazz für Anfänger mit Vorkenntnissen und für Fortgeschrittene unterrichtet. Er spielte bereits in dem Musical Tabaluga mit, ist Tänzer, Musical-Darsteller, Produzent, Choreograph und Designer.
Talent entdeckt
"Ich genieße es, hier im Ballettstudio zu unterrichten. Es macht viel Spaß zu sehen, dass die Teilnehmer begeistert sind und sich weiterentwickeln. Ich entdecke hier gerne neue Talente", so Sinclair. Eines dieser Talente ist die 19-jährige Nele Schumacher. Sie beginnt im September ihr Studium an der School of Entertainment in Hamburg und nutzt das Training als Vorbereitung. "In ein paar Wochen geht es los, und wir müssen sofort voll durchstarten. Da ist es super, jetzt noch die Chance zu haben, mit Colin zu trainieren."
Mit Humor und Begeisterung treibt er seine Schüler zu Höchstleistungen und ihnen und sich selbst den Schweiß ins Gesicht. "Er ist ein fantastischer Lehrer, der mit Humor alles aus den Teilnehmern herausholt", sagt Hantke. "Es ist ein ernstzunehmender Sport, aber einer der Spaß machen soll. Man muss das Unterrichten genießen, und das tue ich. Der Tanzsaal ist sozusagen mein Büro", erwidert Sinclair lachend.
Und selbst wenn mal nicht alles auf Anhieb so sitzt, wie es sitzen soll, für die Kursteilnehmer ist eines wichtiger: "Spaß. Ich komme extra aus Essen, um hier zu tanzen. In meinem Alter ist es nicht immer ganz leicht, die Abläufe sofort umzusetzen, aber Colin ist ein sehr geduldiger Lehrer", erklärt die 44-jährige Anett Schlieper.
Wer einmal in die Welt des klassischen Balletts oder des Jazz Dance hineinschnuppern möchte, für den sind die Kurse ideal. "Das ist das Großartige an Rotraud: Sie hält den Tanz hier am Leben und ermöglicht jedem einen Einblick", so Sinclair.
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