Duisburg: Bis nach Berlin und zurück
VON KATHARINA BÖCKER - zuletzt aktualisiert: 26.07.2008Duisburg (RPO). Die 1200 Kilometer lange Strecke wollen elf Duisburger Jungs bei einer Benefiztour im September zurück legen. Alle Spendengelder gehen an die Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Wedau.
Innerhalb von zehn Tagen wollen die elf ehemaligen Schüler des Abtei-Gymnasiums die 1200 Kilometer lange Strecke von Duisburg nach Berlin und wieder zurück schaffen. Am Sonntag,14. September geht die Fahrt los. Bereits 2005 gab es eine Benefizradtour bei der, wie auch in diesem Jahr, Geld für die Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Wedau gesammelt wurde. „Jugendliche fühlen sich zwischen Janosch Postern und Puppenstuben nicht besonders wohl“, so Dr. Axel Feldkamp, Leitender Oberarzt des Klinikums. Aus diesem Grund habe man eine Umfrage gemacht, wie sich die jungen Leute ein Zimmer vorstellen würden. Stolze 26.000 Euro koste der Umbau eines Krankenzimmers und da die öffentlichen Kassen sehr knapp seien, wäre es nur über Spenden möglich, solche Vorhaben in die Tat um zu setzen.
Sponsoren und Spender
„Das Projekt der elf Radfahrer ist ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement“. Wer diese Aussage Klaus Wowereits teilt, kann die Radler als Sponsor oder mit einer Spende unterstützen. Infos unter www.benefiztour2008.de.
Keiner der jungen Männer ist Profisportler: „Ich spiele Fußball und Tennis, dadurch habe ich eine gewissen Grundfitness“, sagt Philipp Schneider, einer der wagemutigen Radler. Ein Rennrad habe er sich erst vor etwa einem Jahr gekauft.
Aus einer Bierlaune
Die erste Benefiztour sei aus einer Bierlaune entstanden, berichtet Dominic Stalberg. Als Christoph Kowalewski und er wieder zu Hause angekommen waren, zeigten ihre Freunde und jetzigen Mitradler großes Interesse an einer weiteren Tour. So entwickelten und organisierten die Jungs das neue Konzept und konnten neben der Unterstützung der beiden Stadtoberhäupter Adolf Sauerland und Klaus Wowereit (Berlin), Rudolf Scharping, den Präsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer, als ihren Schirmherrn gewinnen.
Besonders wichtig ist es den Anfang bis Mitte zwanzigjährigen, dass die eingegangenen Spenden eins zu eins an das Klinikum gehen. Alle anfallenden Kosten würden selber oder von Sponsoren übernommen, erzählt Christoph Kowalweski. Das Frühlingshotel in Braunschweig und die Hotels Engbert und Gresshoff in Oelde spenden beispielsweise Übernachtungen für die Radler. In fünf Etappen geht es zur Hauptstadt: Von Duisburg über Oelde, Hameln, Braunschweig, Magdeburg bis in die Hauptstadt. Die gesamte Tour wird von der Filmautorin Habiba Mothadi begleitet wird. „Ich werde die ganze Zeit dabei sein. Es soll ein etwa 60- bis 70-minütiger Film entstehen“, sagt die junge Frau.
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