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Duisburg mit Video: Blaue Stunden am Innenhafen

zuletzt aktualisiert: 03.09.2010 - 13:58

„Ruhrlights“ heißt das wohl aufwändigste Kunstprojekt im Kulturhauptstadtjahr: Zwischen Dortmund und Duisburg werden vom 3. bis 26. September großangelegte Lichtinstallationen gezeigt. Das Finale ist am Innenhafen.

Der Duisburger Innehafen liegt direkt am Stadtzentrum.  Foto: RPO
Der Duisburger Innehafen liegt direkt am Stadtzentrum. Foto: RPO

„Energie“ könnte das Mottowort für das größte Kunstprojekt des noch immer laufenden Kulturhauptstadtjahrs sein: Vom 3. bis 26. September werden an sieben Orten von Dortmund bis Duisburg 13 Künstler und Künstlergruppen 19 spektakuläre Lichtinstallationen zeigen. „Ruhrlights: Twilight Zone“, es geht wohl nicht ohne Anglizismen“, wird am Freitag, 3. September, 19.30 Uhr auf der Brücke über dem Hengsteysee (Hagen/ Dortmund) eröffnet. Nach fünf weiteren Stationen wird es vom 24. bis 26. September das Finale am Duisburger Innenhafen geben.

Sehnsuchtsräume

Bei der „Twilight Zone“ sollten, so erläuterte es gestern die Kuratorin Dr. Söke Dinkla, die auch Kulturhauptstadtbeauftragte der Stadt Duisburg ist, „Sehnsuchtsräume“ in der Ruhrregion aufgesucht werden. Es gehe nicht nur um die Dämmerung (Twilight), es gehe auch um die „blaue Stunde“, also eine Zeit, in der man zur Ruhe kommt und die Welt friedlich betrachtet. Nicht zuletzt gehe es um einen Schwebezustand, denn die Metropole Ruhr sei ein noch unfertiges Projekt.

Info

Abschlusskonzert

Zum Abschluss des Lichtkunstfestivals gibt es am Sonntag, 26. September, ab 19.30 Uhr, ein Konzert mit mehreren kleineren Ensembles der Duisburger Philharmoniker. Die Musiker werden auf dem Wasser platziert, inmitten der Lichtinstallation von Peter Kogler. Der Eintritt ist frei. Die Lichtkunstwerke sind vom 24. bis 26. September jeweils von 20 bis 24 Uhr „eingeschaltet“. Mehr Infos im Internet unter www.ruhr2010.de/ruhrlights

Rund 500.000 Euro beträgt der allgemeine Etat für die „Ruhrlights“; hinzu kommen noch Beträge der beteiligten Städte Duisburg, Mülheim, Essen Hattingen, Bochum, Witten, Dortmund und Hagen. Duisburg stellte aus dem Ruhr.2010-Etat rund 150 000 Euro zur Verfügung. Jede der Städte bietet etwas Besonderes, wie Söke Dinkla gestern Nachmittag beim Pressegespräch im Hafenforum eindrucksvoll demonstrierte.

Duisburger Twiligth

Das Duisburger Twiligth wird am Freitag, 24. September, um 20 Uhr, im Museum Küppersmühle feierlich eröffnet. Nach den Ansprachen wird der prominente österreichische Künstler Peter Kogler (u.a. zweifacher documenta-Teilnehmer) seine bislang räumlich größte Arbeit zum Leuchten bringen: Die ellipsenförmige Uferpromenade im Innenhafen wird von einem leuchtenden Netz überspannt werden. Lichtkunst wird es auch im benachbarten „Garten der Erinnerungen“ geben. Hier zeigt der Schweizer Yves Netzhammer, dem das Lehmbruck-Museum vor einigen Jahren eine Einzelausstellung widmete, eine fast anmutige Szenerie mit Rehen und Vögeln.

Die Berliner Künstlergruppe Mader Stublic Wiermann verwandelt mit einer geometrischen Lichtinstallation die Fassade des jüdischen Gemeindezentrums. Ein Blickfang ohnegleichen verspricht der „Mercaturm“ von Xavier de Richemont, der auf den Turm der Salvatorkirche ein Bildnis von Gerhard Mercator projizieren wird.

Der Duisburger Manuel Schroeder zeigt ebenfalls im Garten der Erinnerung die Arbeiten, die er zusammen mit anderen nordrhein-westfälischen Künstlern in Duisburgs litauischer Partnerstadt Vilnius mit Studenten der dortigen Kunstakademie entwickelt hat.


 
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