Duisburg: Bombe in Neudorf: Entschärfung morgen
zuletzt aktualisiert: 15.02.2010Duisburg (RPO). Bei Bauarbeiten auf dem Gelände des künftigen Berufskollegs Mitte an der Pappenstraße ist am Samstag eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Morgen um 12 Uhr werde der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung beginnen, teilte die Stadt gestern mit.
Wegen der Größe der Bombe ist eine Evakuierungszone von 250 Metern um die Fundstelle erforderlich. Bis 11 Uhr muss dieser Bereich zwischen Mülheimer Straße, Graben- und Oststraße, in dem etwa 1500 Menschen leben, geräumt sein. Als Aufenthaltsraum steht die Pausenhalle der Gesamtschule Mitte (Zugang Oranienstraße) zur Verfügung. In dieser Zone befinden sich unter anderem Verwaltungsgebäude der Stadt, die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt sowie die Versuchsanstalt für Binnenschiffbau an der Memel- und Bismarckstraße, die Gesamtschule Mitte an der Pappenstraße, das Tectrum, Gebäude der Uni Duisburg-Essen, ein Kindergarten und verschiedene Betriebe und Arztpraxen.
1500 müssen Wohnungen räumen
Beeinträchtigungen wird es bei der U-Bahn-Linie 901 zwischen Duisburg und Mülheim sowie bei den Buslinien 924, 926, 933, 937 und 944 geben. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite der DVG (www.dvg-duisburg.de).
Über die Evakuierungszone hinaus wird es eine Sicherheitszone (500 Meter vom Fundort der Bombe) geben, in der laut Stadt ein "zivilschutzmäßiges Verhalten" notwendig ist. Die rund 7600 Menschen, die hier leben, werden aufgefordert, sich 15 Minuten vor der geplanten Entschärfung in Räumen aufzuhalten, die der Fundstelle abgewandt sind. Die Fenster der Wohnungen und Büros sollten geschlossen sein. Ein Aufenthalt im Freien ist in dieser Sicherheitszone ab 11 Uhr nicht mehr gestattet. Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben bereits über die Verhaltensmaßnahmen informiert. Anwohner werden dennoch gebeten, insbesondere ältere, kranke, gehörlose, blinde, behinderte und nicht Deutsch sprechende Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen.
Bettlägerige und Gehbehinderte in der 20-Meter-Evakuierungszone werden gebeten, sich heute zwischen 8 und 16 Uhr unter Tel. 0203 283-2000 zu melden. Nachmeldungen sind morgen von 6.30 bis 10 Uhr möglich. Beginn und Ende der Entschärfung werden durch Lautsprecherdurchsagen und unter der oben genannten Rufnummer bekannt gegeben.
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