Duisburg: Bombenfund an der B288
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 10.12.2009 - 13:44Duisburg (RPO). Bei Bauarbeiten im Zuge des Ausbaus der B288 wurde am Donnerstag eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Auf einem Feld gegenüber vom Rahmer Baggerloch wurde der Sprengkörper freigelegt.
An dieser Stelle soll im Zuge des Bauvorhabens „Autobahnkreuz Süd” ein Beschleunigungsstreifen entstehen, wie Peter Hilbrands, Pressesprecher der Stadt Duisburg gestern mitteilte.
„Aus diesem Grund wurde das Gelände einer so genannten Luftbildauswertung des Kampfmittelräumdienstes unterzogen, so wie es bei jeder Bauvoranfrage üblich ist. Dabei wurde die Bombe entdeckt.”Zwei Meter neben der Bundesstraße, liegt der Sprengkörper in drei Meter Tiefe. Bernd Löchter vom Landesbetrieb „Straßen.NRW” bestätigte den Fund. „Wir sind erschrocken und haben jetzt natürlich einige Fragen”, so Erich Hennen, Sprecher der Bürgerinitiative COntra-Pipeline.
„Wieso ist beispielsweise die Bombe damalsv beim Bau der Bundesstraße nicht gefunden worden?”Rolf Vogelbacher vom zuständigen Kampfmittelräumdienst der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln: „Wir haben im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße gezielt gesucht und sind aus diesem Grund nicht übermäßig überrascht. Das Duisburger Ordnungsamt wurde von uns informiert.” Am Montag, 11 Uhr, soll die Bombe entschärft werden, hieß es gestern. Die Evakuierungszone sei unbewohnt, in der Sicherheitszone (1000 Meter) würden rund 1000 Menschen leben. Wie berichtet war entlang der Trasse schon einmal eine Granate gefunden worden.
Das Geschoss hatte ein Anwohner hinter seinem Garten an der Grube für die Leitung entdeckt.Damals wollten die Bauarbeiter so die Angaben der Anwohner das explosive Geschoss wieder vergraben. Erst nach heftigem Protest der Anlieger und dem Einschreiten der Polizei wurde die Bombe entschärft. Die RP berichtete ausführlich. Erst am Mittwoch hatte die Bezirksregierung Düsseldorf mitgeteilt, dass ab kommenden Montag, 14. Dezember, eine Untersuchung nach Kampfmitteln der Pipeline-Trasse durchgeführt werde.
Der Kampfmittelräumdienst hatte durch die Auswertung von Luftbildern festgestellt, dass dieser Bereich im Zweiten Weltkrieg starkem Artilleriebeschuss ausgesetzt war.„Der jetzige Fund bestätigt unsere Befürchtung, dass solche Bomben überall im Süden der Stadt liegen können, auch überall an der Pipelinetrasse”, so Erich Hennen von der Bürgerinitiative. Prekär sei die Situation, liege die Trasse der Kohlenmonoxid-Pipeline doch in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße.






dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.