Massenpanik auf der Loveparade: Bosbach gegen voreilige Schuldzuweisungen
zuletzt aktualisiert: 26.07.2010 - 07:04Nach der Massenpanik auf der Loveparade mit 19 Toten und Hunderten von Verletzten hat der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach von voreiligen Schuldzuweisungen abgeraten. Zudem stellte Bosbach die Zukunft weiterer Massenveranstaltungen wie die Loveparade in Frage.
"Ich kann uns Politikern nur dringend dazu raten, dass wir uns zum jetzigen Zeitpunkt mit Bewertungen der Ursachen dieses Dramas zurückhalten", sagte Bosbach den "Ruhr Nachrichten". "Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, als könnten wir aus der Ferne beurteilen, aus welchen Gründen es zu dieser Tragödie kommen konnte."
Wie zuvor schon Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel forderte auch Bosbach eine lückenlose Klärung der Vorfälle, die in Duisburg zu der Tragödie geführt hatten. "Polizei und Staatsanwaltschaft müssen jetzt in Ruhe ihre Arbeit machen und alle Umstände rückhaltlos aufklären", sagte der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestags.
Es müsse jetzt geklärt werden, "ob solche Großveranstaltungen überhaupt noch verantwortbar durchzuführen sind", sagte Bosbach. "Das Leid ist so groß, dass sich jeder Veranstalter in Zukunft gut überlegen wird, ob Veranstaltungen in dieser Dimension in Zukunft überhaupt noch in Angriff genommen werden können."
Chaos auf der Loveparade - ein Überblick
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







