Duisburg: Brücken-Neubau: Auftrag ist erteilt
VON SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 04.08.2010Duisburg (RPO). Die Sanierung des Brückenzuges zwischen Kaßlerfeld und Ruhrort schreitet voran. Der Auftrag für den ersten Bauabschnitt ist vergeben. Zwei Brücken – über dem Vinckekanal und dem Vinckeweg – werden neu gebaut.
Der Karl-Lehr-Brückenzug ist die wichtigste Straßenverbindung vom Norden als auch von der linken Rheinseite in die Duisburger Innenstadt. Die Straßen und Brücken in diesem Abschnitt sind in äußerst schlechtem Zustand. Die Sanierung des rund ein Kilometer langen Brückenzuges wird noch in diesem Jahr in Angriff genommen. Der Zuschlag für den ersten Bauabschnitt wurde nun erteilt. "Nach langen Verhandlungen wurde in der vergangenen Woche der Auftrag an eine Arbeitsgemeinschat, bestehend aus vier Baufirmen, vergeben", teilt die Stadt mit. "Das ist ein wichtiger Schritt für die Stadt Duisburg", sagt Georg Puhe vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement.
Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Strecke zwischen dem Kaiserhafen und dem Tausendfensterhaus. Dort werden zwei Brücken – über dem Vinckekanal und dem Vinckeweg, neu gebaut und das dazwischen liegende Straßenstück erneuert. Zurzeit werden die genauen Arbeitsschritte mit den zuständigen Baufirmen abgesprochen. Ende Oktober geht es los mit den Vorbereitungen an den beiden Brücken in Ruhrort. Zuerst müssen neben den maroden Brücken provisorische Überführungen errichtet werden, über die der Verkehr während der Bauarbeiten geleitet werden kann. Erst dann können die beiden Brücken abgerissen und an gleicher Stelle wieder neu aufgebaut werden.
Die neuen Brücken sehen dann zwei separate Gleise für die Straßenbahn vor, die unabhängig vom Autoverkehr in der Mitte der Brücke verlaufen werden. Auch Rad- und Gehwege werden auf beiden Seiten der Brücke angelegt. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei rund 20 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt größtenteils durch Fördermittel von Land und Bund sowie durch Anteile der Stadt Duisburg. Die Bauzeit wird rund dreieinhalb Jahre betragen – eine Zeit, in der die Duisburger immer wieder mit Staus und langen Wartezeiten auf der so wichtigen Straßenverbindung zur City rechnen müssen.
Im zweiten Bauabschnitt sollen zwischen 2016 und 2020 die Brücken über der Ruhr und dem Hafenkanal saniert werden. Die Oberbürgermeister-Lehr-Brücke ist eine der am stärksten belasteten im gesamten Stadtgebiet, unter anderem wegen des Hafenverkehrs. Schon seit längerer Zeit gilt dort wegen Einsturzgefahr eine Gewichtsbeschränkung.
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