Ruhrort/Homberg/Baerl: Bürger wollen schneller Ergebnisse sehen
zuletzt aktualisiert: 10.10.2010 - 10:06Ruhrort/Homberg/Baerl (RPO). Die Bürgerforen werden auf die Umsetzung ihrer Vorstellungen wesentlich länger warten müssen, als sie sich das vorgestellt haben. Die Verwaltung hat ihre Wünsche und Anregungen in langen Listen zu Papier gebracht, 15 dicht betextete Seiten sind es für Homberg, Ruhrort und Baerl.
Dabei wurden die Vorschläge in die Sparten "operativ mittelfristig" – das würde bedeuten, binnen zwei bis drei Jahren angreifbar – und "strategisch langfristig" eingeordnet. Die Sparte "kurzfristig umsetzbar" fehlt.
Bei der Sitzung der Bezirksvertretung im öffentlichen Rahmen sollten Politiker und Bürger am Donnerstagabend dazu Stellung nehmen, wie die Verwaltung nun weiter arbeiten wird.
Genug vom Warten
Das öffentliche Interesse daran schien begrenzt: Nicht mal ein Dutzend Gäste verloren sich in der Aula der Erich-Kästner-Gesamtschule, und zu denen gehörten auch noch die Vertreter der Foren.
Die stellten klar, dass sie zahlreiche ihrer Ziele für sofort erfüllbar hielten. Allein für die Baerler Arbeitsgruppe zählte Sprecherin Eveline Sommer eine Reihe von Punkten auf, von der Ausschilderung von Wanderrouten über die Einrichtung eines Car-Sharing-Angebotes bis zur Nutzung verwilderter Wiesen. Die Bürger hätten genug vom Warten: "Es müssen langsam Ergebnisse her", sagte Dirk Grotstollen für Ruhrort.
Dirk Smaczny von der Stadt wirkte keineswegs sarkastisch, sondern ehrlich bemüht, als er daraufhin erklärte: "Wir nehmen das gerne auf in eine Rubrik ,kurzfristig'. Aber die nützt uns wenig." Es sei nun mal kaum etwas schnell machbar, schon aus Kostengründen. "Wir haben genau so ein Interesse daran, dass was passiert", versicherte er. "Wir haben diesen Prozess mitinitiiert. Ihn in viel Papier münden zu lassen, war nicht unsere Absicht."
Verwaltung soll sich erklären
Die Verwaltung schlägt vor, die Vorstellungen in einem Gespräch zwischen Verwaltung, Politik und Foren abzugleichen. Die Bürger tendierten dazu, zunächst nur mit der Politik zu sprechen: "Da sind wir auf einem guten Weg", so Harald Kückelhaus aus Homberg. Man wolle dann von Fall zu Fall auf die Verwaltung zugehen.
Die Bezirksvertretung hat beschlossen, dass die Verwaltung in Zukunft erklären soll, wenn sie Wünschen der Foren nicht folgt.
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