Duisburg: Bürgerinitiative gegen Lkw
VON SANDRA KAISER - zuletzt aktualisiert: 15.02.2011 - 09:05Duisburg (RPO). Die rund 60 Mitglieder der Interessengemeinschaft der Friemersheimer Kaufleute haben die Bürgerinitiative "Keine Lkw in Friemersheim" gegründet. Der Spar- und Bauverein hat bereits seine Unterstützung zugesagt.
Friemersheim Auch die Interessengemeinschaft der Friemersheimer Kaufleute macht jetzt gegen den befürchteten Anstieg des Schwerlastverkehrs in ihrem Ortsteil mobil. Die rund 60 Mitglieder haben bei ihrer Jahreshauptversammlung einstimmig beschlossen, eine Bürgerinitiative zu gründen. Sie nennt sich "Keine Lkw in Friemersheim".
"Wir sind nicht generell gegen das geplante Kombiterminal im Gewerbegebiet Hohenbudberg", stellt Sprecher Markus Gohres klar. "Dass aber die ganzen Lastwagen auf dem Weg von und zu dem Terminal durch Friemersheim rollen könnten, ist völlig abwegig. Die Lkw müssen vernünftig um Friemersheim herum geführt werden."
Erstes Treffen am 15. März
Die Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH will wie berichtet in der Nähe der Forensik ein kombiniertes Containerterminal für Eisenbahn- und Lkw-Umschlag bauen. Der Investor schlägt vor, den Verkehr vom und zum Terminal über Krefelder Gebiet zu lenken – über Dahling- und Dorfstraße, "Am Kreuz" und "Rheinhausener Straße" bis zur L 473 n.
Der Plan hat in Krefelds Politik und Verwaltung Entsetzen ausgelöst. Der viel geforderte Bau der Querspange ließ sich bislang aus Kostengründen nicht verwirklichen. Die neueste Idee für eine Lösung stammt von der CDU: Sie schlägt vor, einen westlich der Straße "Am Stellwerk" gelegenen Arm der Dahlingstraße bis zur L 473 n weiterzubauen. So lange allerdings keine dieser Varianten realisiert worden ist, müsste der Lkw-Verkehr durch Friemersheims Wohngebiete fließen, fürchten die Anwohner. Und das wollen sie unter allen Umständen verhindern.
Die neue Bürgerinitiative trifft sich zum ersten Mal am Dienstag, 15. März, um 19 Uhr im Clarenbachhaus, Clarenbachstraße 17. Markus Gohres wird in den nächsten Tagen Einladungen an alle Bezirksvertreter und Parteien, Mitarbeiter der Verwaltung, Ratsmitglieder, Landtagsabgeordnete sowie Vertreter von Kirchen, Vereinen und sonstigen Einrichtungen verschicken.
"Je mehr kommen, umso besser"
Er hofft, dass auch ein Mitarbeiter von der Duisburger Hafen AG vorbeischaut und sich die Sorgen der Bürger anhört. Und natürlich sind alle interessierten Bürger eingeladen. "Je mehr kommen, umso besser", sagt Gohres. "Das Thema betrifft ja schließlich ganz Friemersheim."
Die Bürgerinitiative hat übrigens auch den Friemersheimer Bau- und Sparverein an seiner Seite. "Wir arbeiten eng zusammen", sagt Gohres. Der Bau- und Sparverein hatte die Pläne der Duisburger Hafen AG bereits mehrfach kritisiert und gefordert, dass sich das Unternehmen an dem Bau der "Querspange" beteiligt. Auch das Umweltforum Duisburg und die Umweltgruppe West hatten Bedenken gegen das Vorhaben angemeldet.
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