Duisburg: Bunte Lampions und allerlei Köstlichkeiten
VON GABI ADRIAN - zuletzt aktualisiert: 15.02.2010Duisburg (RPO). Schon an der Tür wurden die Besucher mit leuchtend bunten Girlanden und Lampions begrüßt, alle Räume waren festlich geschmückt. Neben traditioneller chinesischer Musik und Karaokegesang, wurden Dokumentarfilme gezeigt. Außerdem konnte man sich mit diversen chinesischen Köstlichkeiten stärken. Besonderen Anklang fand der Kursus "Den deutschen Vornamen in chinesischen Zeichen schreiben". Später spielte Djane JJ europäische, amerikanische und chinesische Popmusik und verwandelte den großen Saal in eine Disco.
"Xin nian kuai le – ein gutes neues Jahr" hieß es am Samstagabend im Internationalen Zentrum am Innenhafen. Die VHS, das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr und das Studentenwerk Essen-Duisburg hatten zum Chinesischen Frühlings- und Neujahrsfest eingeladen.
Bürgermeister Ercan Kocalar eröffnete die Feier mit einem Grußwort. "Wir haben heute hier die Chance, eine andere Kultur kennen zu lernen", sagte er. Die Eröffnung des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr im November bezeichnete er als "ein kleines Wunder". In Zeiten, in denen solche Einrichtungen reihenweise geschlossen würden, habe die chinesische Regierung an den Standort Duisburg und dessen Infrastruktur geglaubt.
Auch Professor Xu Kuanhua, Co-Direktor des Konfuzius-Instituts, freute sich über die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung der Stadt Duisburg. Das Jahr des Tigers, der für Kraft und Gesundheit stehe, beginne mit Kälte und Schnee, so Professor Xu, "aber hier drinnen hat der Frühling schon begonnen".
Anfänge in kleinem Kellerraum
Mehr als 2000 Studenten aus China studieren derzeit an der Uni Duisburg-Essen. "Ich kann mich noch gut an meine Studienzeit in China erinnern", berichtete Anja Senz, Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts. "Damals habe ich das Weihnachtsfest dort verbracht und mich sehr einsam gefühlt." Ihre chinesischen Freunde hätten sie daraufhin zu einer Feier eingeladen. "Nicht vergleichbar mit der Art, wie wir hier Weihnachten begehen, aber ich habe mich unglaublich über diese nette Geste gefreut", erinnerte sich Senz.
Genau aus diesem Grund hat das Tutoren-Team des Studentenwerks bereits vor sechs Jahren begonnen, für die chinesischen Studenten und für alle, die sich für deren Kultur interessieren, ein Neujahrsfest zu organisieren. Was als kleine Fete in einem Kellerraum des Wohnheims begann, lockt heute mehr als 300 Menschen aller Nationen an. Das Fest hat sich längst zu einer festen Größe im Semesteralltag etabliert.
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