Duisburg: Burgplatz wird zum Markt
VON PATRICK CLASEN - zuletzt aktualisiert: 13.09.2010 - 08:48Duisburg (RPO). Aus Anlass des 400-jährigen Bestehens der Reformierten Generalsynode im Rheinland veranstaltete die Evangelische Kirche einen Gottesdienst in der Salvatorkirche und den "Markt der Möglichkeiten" auf dem Burgplatz.
Um 10 Uhr begann der Gottesdienst, der auch im Fernsehen übertragen wurde. Familie Brinkmann gehörte zu den Besuchern. "Es war ein sehr schöner, bunter Gottesdienst. Alle haben aktiv mitgemacht", erklärt die Mutter. Anschließend, gegen 11 Uhr, wurde auch der Markt der Möglichkeiten im Rahmen des Evangelischen Kreiskirchentags auf dem Burgplatz in der Innenstadt eröffnet. "Dort wollen wir unseren Gemeindestand aus Großenbaum-Rahm besuchen."
Neben einer Bühnenshow und den unzähligen Ständen der Gemeinden aus ganz Duisburg, wie etwa der Gemeinde Trinitatis aus Wedau und Buchholz, stellten sich auch zahlreiche diakonische und wohltätige Projekte vor. Einer der insgesamt über 60 Stände trug das Banner "Der Pott kocht fair". Die Organisation verkauft Kaffee unter fairen Bedingungen für Mensch und Umwelt. Auf den Verpackungen, die an dem Stand zum Kauf angeboten wurden, ist ein Bild der Brücke der Solidarität abgebildet. "Das hat insofern symbolische Bedeutung, da wir auch eine Brücke zu den Ländern im Süden schaffen wollen", sagt Martin Schaper, Leiter der Infostelle Dritte Welt des Evangelischen Kirchenkreises in Duisburg. Bereits vor zehn Jahren hatte das Projekt seinen Ursprung. "Damals haben wir uns mit anderen Initiativen aus 26 Städten im Ruhrgebiet zusammengeschlossen", erzählt Martin Schaper. "Heute stehen wir kurz vor unser 50000. verkauften Packung." Das Jugendforum bot dank dem "Jugend-Lkw" ein buntes Programm für Kinder. Die Organisation war auch mit ihrem Jugendbus, der für gewöhnlich in Laar, Ruhrort und neuerdings auch in Hamborn steht, zu Gast.
Jugendtreff
"Jeden Donnerstag bieten wir nun auch einen Jugendtreff im Dichterviertel in Hamborn an", erzählt Esther Merkelt, die sich gemeinsam mit rund 20 anderen Mitarbeitern ehrenamtlich für das Jugendforum engagiert. "Heute wollen wir Werbung in eigener Sache machen", erklärt die 19-jährige. "Deswegen bieten wir unter anderem Kinderschminken und Bastelspiele an." Das Projekt Sthenos Phanos steht für aktives Engagement in Senegal. "Mein Mann war Elektrotechniker und hat vor zehn Jahren damit angefangen, defekte Geräte nach Senegal zu bringen, um die Leute daran auszubilden", erzählt Karin Palapys.
Im vergangenen Jahr hat der Verein eine Werkstatt in Senegal gegründet. "Die Leute kommen aus dem ganzen Land dahin. Das Problem ist, dass die Menschen dort keine praktischen Erfahrungen sammeln können. Das wollen wir ändern."
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