Duisburg: CDU-Parteichef in Todesangst
zuletzt aktualisiert: 05.12.2009Duisburg (RPO). Duisburgs CDU-Parteichef Thomas Mahlberg ist heute mit dem Flugzeug auf dem Weg nach München – mit einem dicken Kloß im Magen und flatternden Nerven. Denn vor einer Woche saß er in einer Maschine, die – wie später bekannt wurde – wegen eines geplatzten Reifens in Berlin notlanden musste.
"Das war so heftig, wie ich es mir niemals hätte vorstellen können", erzählte Mahlberg im Gespräch mit der RP. "Ohne übertreiben zu wollen: Wir hatten alle Todesangst."
Beim Start in Düsseldorf habe es plötzlich einen sehr lauten Knall gegeben. Da sei jedem schlagartig klar gewesen, dass mit der Maschine etwas nicht in Ordnung ist,. "Aber niemand wusste, was passiert war. Auch der Pilot nicht, der uns nach einer halben Stunde mitteilte, dass wir in Berlin notlanden müssten."
Der Flughafen, so erfuhren Mahlberg und die anderen Passiere, sei bereits geschlossen und alle Vorbereitungen für die Notlandung getroffen worden. Mehrfach hätte die Crew mit den Passagieren geübt, wie sie sich bei der Landung zu verhalten hätten – Schuhe mit Absätzen ausziehen, Brillen absetzen usw. Mahlberg: "Schlagartig wird einem dabei klar, dass gleich alles vorbei sein könnte und es doch eigentlich zum sterben noch viel zu früh ist."
Seine Freundin auf dem Nachbarplatz habe ihm ihre eiskalte Hand gegeben. Sie sei leichenblass gewesen. "Ich habe ihr dann noch erklärt, dass wir nach der Notlandung unter Umständen in Windeseile die Maschine durch die Notausgänge neben unseren Sitzen verlassen müssten, weil es einen Brand geben könnte. Und dann setzte der Pilot auch schon zur Landung an." Zum Glück verlief alles ohne Komplikationen. Als die holpernde Maschine zum Stehen kam, war sie sofort von jeder Menge Feuerwehr- und Rettungswagen umstellt, die – Gott sei Dank – unverrichteter Dinge wieder abzogen.
Den Rückweg traten Thomas Mahlberg und seine Freundin später mit dem Zug an, "aber nur, weil das von Anfang an so geplant war." Aufs Fliegen verzichten, das sei für ihn auch nach dem Erlebnis vom vergangenen Samstag gar kein Thema. "Schon beruflich bin ich sehr viel außerhalb Deutschlands unterwegs. Das würde ohne Flugzeug gar nicht funktionieren."
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