Duisburg: Christophorushof hat Zulauf
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 09.08.2008Duisburg (RPO). Gestern hatten die künftigen Mieter Gelegenheit, sich schon einmal die Räume in dem Haus am Altenbrucher Damm anzuschauen. Auch weitere Interessenten schauten vorbei, denn noch sind ein paar Wohnungen frei.
Großenbaum. In Zweierreihen hat sich eine Menschenmenge aufgestellt. Schritt für Schritt geht es voran. Kaffee und Kuchen werden gereicht. Das Durchschnittsalter beträgt rund 70 Jahre. Der fast fertig gestellte Christophorushof konnte gestern besichtigt werden.
Noch immer ist der Alten-Nachbarschafts-Wohnkomplex nicht ganz fertig. Der Bau steht, die Wände sind schon tapeziert, aber noch sind herausragende Stromleitungen zu sehen. Eifrig sind Bauarbeiter im terracotta-gelb gestrichenen Innenhof aktiv – hier wird später eine begrünte Fläche zum Verweilen einladen. Schon am 1. November sollen die ersten Mieter einziehen.
In der Tür ihres zukünftigen Appartments steht das Ehepaar Milch. Sie planen gerade, wo und wie sie ihre Möbel plazieren werden – wenn der Laminatboden liegen wird. „Wir haben uns extra für eine Paterrewohnung entschieden, als Schwerbehinderte könen wir nicht in die erste Etage einziehen“, so Christel Milch. Die gute Lage und das Umfeld, die Einbindung von jungen und alten Senioren und das Konzept der Zusammengehörigkeit haben die beiden Rentner davon überzeugt, hier ihr neues Heim aufzuschlagen.
Auf rund 50 Quadratmetern gibt es ein Wohnzimmer, einen Schlafraum, eine seperate Küche und eine Terrasse. Dabei wurde auf eine altengerechte Einrichtung geachtet. Die Türen sind breiter als normal, so dass die Bewohner mühelos mit einem Rollstuhl oder einem Rollator hindurch kommen können. Die Wohnungen, samt Dusche, sind komplett ebenerdig. Der Rest muss selbst mitgebracht und eingerichtet werden. Mit einer Außnahme: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele einen Einbauschrank im Wohnzimmer haben wollen, um beispielsweise einen Staubsauger immer griffbereit zu haben“, Frank Frischauf, der Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums, kennt die Bedürfnisse seiner neuen Mieter.
Das Konzept kommt an. Von den 60 zur Verfügung stehenden Wohnungen sind nur noch zehn zu vermieten. Gelbe, auf die Türen geklebte Zettel mit Namen flattern im Wind. Sie kennzeichnen die Wohnungen, die schon vergeben sind. Fest mit Klebeband auf rot gestrichener Tür befestigt, steht auch der Name der 74-jährigen Irena Ophey. „Ich wollte nicht ganz alleine wohnen und fand das Konzept des Christophorushofes sehr praktisch“, Ophey ist seit 21 Jahren verwitwet. Ihr ist es wichtig, auch weiterhin mit anderen Menschen in Kontakt zu stehen. „Viele, die hier eingezogen sind, kenne ich schon.“ Die Rentnerin hat 15 Jahre im Seniorenzentum Christophorus gearbeitet.
Inmitten des ganzen Trubels herzt und begrüßt sie viele der Anwesenden. Doch sie muss weiter. Um 15 Uhr trifft sie sich im Seniorenzentrum mit anderen Damen. Es gibt viel zu erzählen.
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