Duisburg: CO Leitung: Neues Verfahren wird öffentlich
zuletzt aktualisiert: 18.07.2007Duisburg (RPO). Für die aktuelle Entwicklung, in Sachen CO Leitung durch den Duisburger Süden kam die gestrige Sondersitzung der Bezirksvertretung Süd wie gerufen. Umweltdezernent Dr. Peter Greulich hatte sich gestern Morgen aufgrund der Berichterstattung unserer Zeitung bei der Bezirksregierung in Düsseldorf informiert. Denn die Stadt selbst hatte noch nichts von dem Antrag der Bayer AG, den Trassenverlauf der CO Leitung im Duisburger Süden zu ändern, erfahren.
Gestern Nachmittag informierte Greulich dann die Bezirksvertreter über die Neuigkeiten. Demnach soll wie berichtet die CO Pipeline nicht mehr durch Ungelsheim verlaufen, sondern auf der anderen Seite der B 288 – also südlich – durch unbesiedeltes Gebiet verlegt werden.
Die Bezirksregierung, so Greulich, bearbeite zurzeit den Antrag der Bayer AG. Wenn es zu einem neuen Planfeststellungsverfahren für den geänderten Streckenverlauf kommt, werde die Bezirksvertretung beteiligt und frühzeitig informiert, versprach Greulich.
„Sie können davon ausgehen, dass die Verwaltung ein hohes Maß an Lernfähigkeit hat.“ Im ersten Verfahren nämlich war die Anhörung zur CO Leitung als „einfaches Geschäft der laufenden Verwaltung“ angesehen worden und somit die Bezirksvertretung und die Öffentlichkeit am Verfahren nicht beteiligt worden.
Ein Fehler, wie Greulich gestern einräumte, vor allem weil das öffentliche Interesse völlig unterschätzt worden sei. Wie groß das ist, zeigte sich auch gestern wieder in der öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung. Zahlreiche Gegner der Pipeline waren ins Bertolt-Brecht-Berufskolleg gekommen, um sich über die neueste Entwicklung zu informieren.
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