Duisburg: CO-Pipeline: Suche nach Bomben
zuletzt aktualisiert: 09.12.2009 - 12:06Im Duisburger Süden wird ab Montag (14. Dezember) die Trasse für die geplante Kohlenmonoxid- (CO) sowie die Erdgas-Pipeline des Bayer-Konzerns auf Kampfmittel untersucht.
Wie die Bezirksregierung Düsseldorf am Mittwoch mitteilte, wird die Strecke auf einer Länge von 3,5 Kilometern unter anderem auf mögliche Blindgänger überprüft. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte durch die Auswertung von Luftbildern festgestellt, dass dieser Bereich im Zweiten Weltkrieg starkem Artilleriebeschuss ausgesetzt war.
Untersucht wird ein Teilstück, das nach der Unterquerung des Rheins bei Uerdingen durch das Rheinvorland von Mündelsheim nach Serm führt.
Bei den Bauarbeiten an der Trasse war vor einiger Zeit hinter dem Grundstück des Rahmers Dr. Hartmut Wandt eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Damals wollten die Bauarbeiter - so die Angaben des Anwohner - das explosive Geschoss wieder vergraben. Erst nach heftigem Protest der Anwohner und dem Einschreiten der Polizei wurde die Bombe entschärft - und nicht wieder eingegraben!
Schon damlas meinten viele, dass es wgen des Fundes zu einem sofortigen Baustopp an der Trasse hätte kommen müssen.
Zum Einsatz sollen drei Verfahren kommen: Messungen mit Radar und Magneten. Zudem soll das Erdreich links und rechts von der Trasse in einem Abstand von fünf Metern aufgebuddelt werden.
Die Messungen werden mehrere Tage dauern. Anhand der gesammelten Daten wird dann entschieden, ob Grabungen nötig werden. Zudem soll die Kampfmittelsuche in den kommenden Wochen im gesamten Trassenverlauf fortgesetzt werden, bis sämtliche Verdachtsflächen untersucht worden sind.
Die geplante CO-Pipeline zwischen Krefeld-Uerdingen und Dormagen soll eine Länge von 67 Kilometern haben. Anwohner haben aus Angst vor Gasunfällen immer wieder gegen das Großprojekt protestiert. Zudem beschäftigte das Vorhaben mehrere Gerichte.
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