Duisburg: Dachverband: "Kein Extremismus in Moschee"
zuletzt aktualisiert: 17.12.2009 - 18:41Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) hat Vorwürfe als "unhaltbare Unterstellung" zurückgewiesen, wonach es in der Moschee Duisburg-Marxloh extremistische Bestrebungen gebe.
Es handele sich um eine "verleumderische Kamapagne", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Dachverbandes, der Moscheegemeinde und der angeschlossenen Begegnungsstätte. Der Moscheevereins-Vorsitzende Mehmet Özay war zurückgetreten und hatte dies mit einer konservativ-traditionellen Ausrichtung der Gemeinde begründet.
DITIB wertete den Rücktritt Özays als "persönlichen Rachefeldzug gegen bestimmte Vorstandsmitglieder". Die fünf anderen, seit mehr als fünf Jahren tätigen Vorstandsmitglieder seien weiterhin aktiv. Der Dachverband sprach von einer "verleumderischen Kampagne gegen das friedliche Miteinander der Kulturen und Religionen".
Erschreckend reflexartig, vehement und verantwortungslos hätten Außenstehende ohne Kenntnis der Details vorschnell ge- und verurteilt. Dies sei "für die vorbildhafte Arbeit der Begegnungsstätte äußerst schädlich". Das einzigartige Modell des "offenen Ortes", in dem Räume auch Nichtmuslimen zur Verfügung stünden, werde "ohne Wenn und Aber fortgeführt".
Die im Oktober 2008 eröffnete Moschee mit dem Begegnungszentrum galt bislang als Vorzeigeprojekt für einen transparenten Islam, der für das Gespräch zwischen den Kulturen und Religionen offen ist. Die EU und das Land NRW förderten das 7,5 Millionen Euro teure Projekt mit 3,2 Millionen Euro. Die übrigen Kosten übernahm die DITIB, die der staatlichen Religionsbehörde in der Türkei untersteht.
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