Duisburg: Das Gesundheitsamt zieht um
VON JESSICA NARLOCH - zuletzt aktualisiert: 18.01.2011 - 09:39Duisburg (RPO). Am Donnerstag zieht die erste von acht Stellen des Gesundheitsamtes nach Ruhrort. Hier sollen bis September alle Stellen zentral im Medical Center untergebracht werden. Vorteile: geringere Kosten, weniger Aufwand.
"Eine aufwendige und erkenntnisreiche Odyssee durch das Duisburger Stadtgebiet" – so blumig umschreibt Stadtdirektor Dr. Peter Greulich die bisher undurchsichtigen Wege, die der Duisburger auf sich nehmen musste, um auf der richtigen Außenstelle des Gesundheitsamtes zu landen. Kein Wunder, bei einer Haupt- und sieben Nebenstellen, die sich von Rheinhausen und dem Duisburger Süden bis in den Norden erstrecken und verschiedene Angebote abdecken. Die Erkenntnis kann dabei nur eine sein: zu umständlich. Damit ist jetzt Schluss, denn am Donnerstag beginnt der Umzug – im Herbst gibt es eine zentrale Anlaufstelle in Ruhrort.
"Das gesamte Spektrum der Angebote ist dann unter einem Dach vereint", erklärt Dr. Greulich. Dies habe zahlreiche Vorteile. Die neuen Räume im Medical Center Ruhrort seien hochmodern. Die Räume der bisherigen Dienststellen seien dagegen "stark in die Jahre gekommen". Niedrigere Betriebs- und Mietkosten sorgten für eine Ersparnis von rund 50.000 Euro jährlich. Zudem seien die bürokratischen Hürden niedriger. "Organisatorisch gesehen ist es von Vorteil, alle Stellen in einem Haus zu haben", so Dr. Rolf Behler, Leiter des Gesundheitsamtes, "So können kurzfristig Besprechungen anberaumt werden, ohne lange Dienstwege auf sich nehmen zu müssen. Auch bei krankheitsbedingten Ausfällen ist schnell für Ersatz gesorgt."
Für einige Duisburger bedeutet der Zusammenschluss weitere Fahrtwege als bisher. Da Ruhrort aber sehr zentral und mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell zu erreichen sei, sehen die Verantwortlichen hier kein Problem. "Der Gang zum Gesundheitsamt ist kein regelmäßiger, und da nun alles in einem Haus sein wird, erspart sich der ein oder andere den Weg zwischen den verschiedenen Anlaufstellen", gibt Greulich zu bedenken.
Immobilien werden verkauft
Bislang war es so, dass der Duisburger seine Kinder zur Kinder- und Jugendärztlichen Untersuchung zur Beekstraße in die Innenstadt kutschieren musste, für die Auslandsimpfung zur Hauptstelle an der Landfermannstraße stiefeln durfte und das Lebensmittelzeugnis nur an der Friedrich-Wilhelm-Straße abholen konnte. Und das sind noch die zentralsten Stellen.
Keine Kündigungen
Wer Pech hatte, der musste vom Duisburger Süden bis nach Hamborn fahren oder aus Walsum bis nach Großenbaum pendeln. Drei der Immobilien, die aufgegeben werden, befinden sich im Besitz der Stadt.
Sie werden jetzt veräußert. Von den 100 Mitarbeitern wird niemand gekündigt. Da jedoch einige in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen und auch bei den Personalkosten gespart werden muss, werden deren Stellen nicht wieder neu besetzt.
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