Duisburg: Das Himmelreich war voll besetzt
zuletzt aktualisiert: 25.08.2008Duisburg (RPO). FRIEMERSHEIM (bro) Im Rahmen des Friemersheimer Kultursommers präsentierte die Laienschauspielgruppe „Bühne 47“ das neue Stück „Das Himmelreich ist ausgebucht“. Voll besetzt war nicht nur das Hotel „Himmelreich,“ um das sich die Geschichte auf der Bühne rankte, sondern auch sämtliche Reihen in der Friemersheimer Dorfkirche.
Wie auch bereits bei der Kabarettveranstaltung am Vorabend waren alle 200 Karten im Vorfeld ausverkauft und das begrenzte Kontingent an der Abendkasse schnell vergriffen. Etwa 250 Besucher fieberten mit den Hotelpächterinnen Olga und Paula, die nach dem Tod der Hoteleigentümerin um die Verlängerung des Mietvertrages bangen müssen. Zu allem Unglück lässt auch noch die Köchin das Schwesternpaar im Stich und vom Notar kommen nur sporadisch Informationen bezüglich des neuen Erben. Somit kann jeder Gast der neue Eigentümer sein, der erst einmal unerkannt das Hotel und die Leitung begutachten will. Wild wird bei jedem neuen Gesicht, das auf der Bühne auftaucht, spekuliert, ob es sich um den gefürchteten Erben handeln könnte.
Jede Taktik wird probiert, um heraus zu finden, welcher Gast die Wahrheit über sein wirkliches Anliegen preisgibt. So gibt der äußerst rüstige Opa Kuno vor, schwerhörig zu sein, um unauffällig lauschen zu können. Ausgerechnet in dieser ohnehin angespannten Situation erscheinen auch noch Olgas nerviger Ex-Mann und ein windiger Fotograf. Mitten im Chaos stellt sich heraus, dass keiner der Gäste das ist, was er vorgibt zu sein. In einer liebevoll gestalteten Kulisse spielte das Schauspielteam der Bühne 47 gewohnt professionell.
Besonders der angeblich schwerhörige Opa Kuno (Thomas Eberz) und die freche Schwester Paula (Regina Busch) hatten die Lacher auf ihrer Seite. Als mondäne Adelige Maria von Benz begeisterte Anja Pasch, die in einem roten Abendkleid und stets mit einer 30 Zentimeter langen Zigarettenspitze auftrat. Aufgrund des anhaltenden Schauerrisikos am Wochenende fand auch diese Veranstaltung nicht unter freiem Himmel, sondern in der Friemersheimer Dorfkirche statt.
Begrenzte Kapazitäten
Melanie Becker ist „frisch“ im Team des Kulturbüros Rheinhausen und freute sich über den positiven Verlauf der Veranstaltung. „Das ist meiner erste große Aufgabe – und dann direkt über drei Tage“, erklärt die zugezogene Rheinhausenerin. „Die Publikumsresonanz war schon im Vorverkauf sehr gut. Leider können wegen der begrenzten Kapazitäten in der Kirche nicht mehr so viele an der Abendkasse eingelassen werden, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden“. Am Sonntag endete der Friemersheimer Kultursommer mit dem traditionellen Orgellauf, bei dem Geld für eine neue Kirchenorgel gesammelt wird.
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