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Duisburg: Das Internet von morgen

zuletzt aktualisiert: 05.08.2010

Duisburg (RPO). An der Uni Duisburg-Essen ist jetzt der Startschuss für die Einrichtung eines Forschungszentrums für Methoden der Softwareentwicklung gefallen, das führend in Europa werden könnte. Es heißt "paluno".

Universitätsrektor Prof. Dr. Ulrich Radtke (l.) überreicht hier die Eröffnungsurkunde an den Direktor des neuen Software-Instituts, Prof. Dr. Klaus Pohl.  Foto: RPO
Universitätsrektor Prof. Dr. Ulrich Radtke (l.) überreicht hier die Eröffnungsurkunde an den Direktor des neuen Software-Instituts, Prof. Dr. Klaus Pohl. Foto: RPO

Ohne Internet geht heute in allen Branchen, Lebens- und Arbeitsbereichen nichts mehr. Immer neue Anwendungen, Angebote und Technologien kommen auf den Markt. Eine wahre Herausforderung für Software-Entwickler, die mit den rasanten Veränderungen nicht nur Schritt halten, sondern sie auch vorwegnehmen müssen. An der Uni Duisburg-Essen (UDE) ist jetzt der Startschuss für "paluno", "The Ruhr Institute for Software Technology", gefallen. Es soll in absehbarer Zeit eines der führenden europäischen Forschungszentren für Methoden der Softwareentwicklung werden.

Fünf Forschergruppen

Fünf Forschergruppen mit mehr als 70 Mitarbeitern arbeiten gemeinsam für dieses ehrgeizige Ziel an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften; weitere Forscher werden hinzukommen. Das paluno-Team kooperiert mit Unternehmen und kann auf einer Reihe bereits bestehender Projekte aufbauen. Es geht vor allem um sogenannte "flexible Future Internet Applikationen". Das sind innovative Anwendungen, die die nächste Entwicklungsstufe des Internets nutzen und dadurch neue Geschäftsmodelle und -prozesse ermöglichen.

Info

paluno

Ein Vorteil von "paluno" sei der ganzheitliche Ansatz, betont Prof. Dr. Klaus Pohl, Direktor des neuen Instituts. "Das heißt, wir berücksichtigen nicht nur softwaretechnische Fragestellungen, sondern analysieren auch Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle." "paluno" ist übrigens nur ein Kunstwort (wie zum Beispiel auch "evonik").

Es sollte für das "Zentrum für Software Engineering der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen" ein griffiger, kurzer Name gefunden werden.

Die UDE investiert in "paluno" in einer ersten Ausbaustufe mehrere Millionen Euro. Uni-Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: "paluno bietet die Chance, Wirtschaft und Forschung in der Metropole Ruhr weiter zu stärken und die Universität noch intensiver mit der Region zu verknüpfen." Die Informationstechnologie, Dienstleistungsbranchen von der Versicherung über Banken, aber auch Medien oder Energieversorger könnten von der Arbeit der UDE-Experten profitieren. "Das Internet von morgen wird noch servicebasierter sein als jetzt schon", sagt Prof. Dr. Stefan Eicker, einer der fünf Gründungsmitglieder von "paluno". Prof. Dr. Volker Gruhn, jüngst als weiterer internationaler Experte für Softwareentwicklung an die UDE gekommen, fügt hinzu: "Man kann sich vorstellen, wie komplex, anspruchsvoll und aufwändig die Software ist, die dahinter steckt!" Genau solche software-intensiven Systeme wollen die UDE-Forscher entwickeln und dabei für die Wirtschaft ganz neue Dienstleistungen eröffnen.

Möglichst einfach

Prof. Dr. Albrecht Schmidt, Spezialist für die Gestaltung von Benutzerschnittstellen, ergänzt: "Wir untersuchen außerdem, wie die Systeme möglichst einfach und intuitiv von ihren Benutzern verwendet werden können."

Von der Arbeit im neuen Forschungsinstitut sollen auch die Studierenden profitieren: Die angehenden Informatiker und Wirtschaftsinformatiker werden praxisnah ausgebildet, haben früh Kontakt zu Unternehmen und "werden bestens auf einen Arbeitsmarkt vorbereitet, der immer höhere Anforderungen an die Gestaltung komplexer, software-intensiver Systeme stellt", so Prof. Dr. Michael Goedicke, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und ebenfalls Gründungsmitglied von "paluno".

Quelle: RP

 
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