Duisburg: Das KK11 ermittelt wieder
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 16.06.2007Duisburg (RPO). Am Donnerstagabend stellte das Autorentrio Leenders/Bay/Leenders in der BG Unfallklinik seinen neuen Kriminalroman „Die Burg“ vor. Die spannende Geschichte spielt – wie immer – in Kleve und Umgebung.
„Die Figuren in unseren Büchern müssen ganz normale Menschen sein, erst dann wird die Geschichte spannend“, so beschreibt Michael Bay mit seinen beiden Co-Autoren Hiltrud und Artur Leenders die Entstehung der Figuren in ihren Kriminalromanen. Am Donnerstagabend stellte das Autorentrio Leenders/Bay/Leenders während seiner einzigen Lesung in Duisburg in der BG Unfallklinik seinen neuen Kriminalroman „Die Burg“ vor.
Wieder einmal wird das Klever Kommissariat KK11 in einen spektakulären Mordfall verwickelt. Das Autorentrio verstand es, in den Zuhörern bereits mit den ersten vorgelesenen Seiten Lust auf Mehr hervorzurufen. Auf Fragen des Publikums wurde auf niederrheinische Art eingegangen, mit lockeren Sprüchen hatten die Autorin, der Chirurg, mit dem Faible für Forensik, und der Psychologe schnell das Publikum auf ihrer Seite.
Auch diesmal sollte es spannend werden in Kleve und Umgebung: Eine Laienschauspieltruppe will, in altertümliche Gewänder gekleidet, auf der Schwanenburg Szenen aus dem 30-jährigen Krieg nachstellen, als das Unfassbare passiert. Unter der Ehrentribüne explodiert eine Bombe, drei Menschen sterben, 68 werden verletzt, zehn davon schwer. Der hinterhältige Anschlag ruft Hauptkommissar Helmut Toppe, der selbst am Ort des Geschehens war, und seine Kollegen auf den Plan. Es beginnt eine spannende Jagd nach dem Mörder.
„Wir kommen alle drei aus Kleve, daher spielen auch unsere Romane dort. Schließlich kennen wir uns in dieser Stadt am besten aus. Zwar gibt es kein Mordkommissariat in Kleve, aber wir sind uns mit unserem Verlag einig, dass dies bitter nötig wäre, bei den vielen Morden die hier passieren,“ erklärt Hiltrud Leenders lachend.
Das Trio arbeitet bereits seit 18 Jahren zusammen. Das erste ihrer zwölf Bücher, die alle über die Mordfälle des Klever Kommissariats berichten, erschien 1992. „Auf einer langweiligen Party, während eines Gesprächs über einfallslose Krimis, kamen Michael und Artur auf die Idee, es besser zu machen. Ich, als Germanistin, empfand das als eine tolle Idee und so kam es, dass wir uns seitdem einmal in der Woche treffen und neue Geschichten erfinden“, berichtet Hiltrud Leenders.
Im Publikum wurde rasch die Neugierde wach, wer denn nun der Mörder sei. „Ich habe schon einige Bücher von den Autoren verschlungen und werde auf jeden Fall ,Die Burg’ lesen. Kriminalromane sind einfach mein Lieblingsgenre“, so Annellie Heisterkamp. Auch Harald und Ursula Jetten aus Rheinberg waren begeistert: „Jetzt wollen wir mehr hören“, sagen sie lachend.
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