Duisburg: Der gefährliche häusliche Bereich
zuletzt aktualisiert: 02.02.2009Duisburg (RPO). Leitender Arzt der Unfallchirurgie in der Chirurgischen Klinik ist seit einem halben Jahr Dr. Andreas Lahr, wobei Unfallchirurgie und orthopädische Operationen zusammen gehören. In der Unfallchirurgie am Malteser Krankenhaus St. Anna werden alle Verletzungen bis auf die an der Wirbelsäule behandelt und operiert. Die meisten Unfallverletzungen werden keineswegs, wie man vermuten könnte, durch Verkehrsunfälle verursacht. Vielmehr lebt es sich im häuslichen Bereich viel gefährlicher: Dr. Lahr und sein Team haben regelmäßig mit Handgelenks-, Schulter- und Oberschenkel-Hals-Brüchen zu tun, also mit Brüchen durch Stürze.
In der orthopädischen Chirurgie werden vor allem Spätschäden nach alten Verletzungen oder durch Verschleiß behandelt. Operationen werden vielfach durch Hüft- und Kniegelenk-Arthrose erforderlich, wobei auch künstliche Hüftgelenke eingesetzt werden. "Schlüsselloch"-Operationen an Gelenken sind auch hier an der Tagesordnung. Das Spezialgebiet von Dr. Lahr sind arthroskopische Schulter-Operationen.
Nach einem Oberschenkelhalsbruch kann der Patient heute in aller Regel schon wieder nach zehn bis 14 Tagen das Krankenhaus verlassen, nach einer arthroskopischen Schulter-OP sogar schon wieder nach drei Tagen. Viele Operationen führt Dr. Lahr aber inzwischen auch ambulant durch.
Dr. Andreas Lahr ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arthroskopische Chirurgie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in Berlin. Regelmäßig tauscht er sich hier mit Fachkollegen aus.
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