Duisburg: Der Innenhafen als Spielplatz
VON PATRICK CLASEN - zuletzt aktualisiert: 19.09.2010 - 16:07Duisburg (RPO). Anlässlich des Weltkindertages am Montag war am Sonntag der Innenhafen den Kindern gewidmet, denn das Jugendamt lud zum Familienfest mit vielen Mitmach- und Sportangeboten und Informationsständen ein.
Neben Attraktionen wie einer „Formel-1-Rutsche“, einer Showbühne, einem Mittelalterdorf oder einer Kinder-Kart-Bahn präsentierte das Familienfest zum Weltkindertag am Hafen viele Informationsangebote verschiedenster Vereine für Kinder und bot Unterhaltung für die ganze Familie.
Zwischen Ständen der Polizei und Feuerwehr, des Duisburger Zoos oder der Arbeiterwohlfahrt präsentierte sich auch das Learning Center in Duissern. „Wir sind eine Englischschule für alle Altersgruppen ab einem Jahr“, erzählt Britta Schneider-Dahm, Lehrerin. „Bei uns lernen die Kinder in Gruppen mit bis zu acht Schülern die Sprache auf eine spielerische Weise.“
Bereits 1925 wurde der Feiertag auf der „Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder“ ins Leben gerufen. Heute wird er in über 145 Staaten auf der ganzen Welt gefeiert. In Deutschland ist der Feiertag am 20. September, die größten Feste finden in Köln und Berlin mit bis zu 120.000 Besuchern statt.
Die Kinder erführen die Sprache nicht über Vokabeln, sondern mit ihren Sinnen und Erfahrungen, so die Lehrerin. „Wenn wir den Schülern etwa ’sweet’, zu deutsch ’süß’, erklären, lassen wir sie dabei Zucker probieren. So erhalten die Kinder eine Vorstellung von der Bedeutung.“
Am Sonntag wollte sich die Schule der breiten Öffentlichkeit vorstellen und bot 20-minütige Probestunden an. Englisch sei die Weltsprache und müsse schon früh von den Kindern erlernt werden, so Britta Schneider-Dahm. „Selbst die Europäische Union richtet sich mit ihrer Kampagne ’picco lingo’ an die Eltern, dass die Kinder die englische Sprache schon frühzeitig erlernen.“
Schicksale zeigen
Die Künstlerin Irmgard Jankus stellte ein Teil ihrer Bilder auf dem bereits zu Beginn sehr gut besuchten Fest aus und bot sie zum Verkauf an. „Ich male Porträts von Kindern, weil mich ihr Ausdruck so interessiert, den möchte ich einfangen“, sagt sie über ihre Bilder.
Eines davon zeigt ein Minenarbeiterkind aus Afrika. „Die Bilder sollen nicht schön sein, sondern die Schicksale der Kinder wiedergeben.“ Der Erlös der verkauften Bilder stellt die Künstlerin der Stiftung Kind zur Verfügung, die ebenfalls einen Stand auf dem Fest hatte.
Auch die Organisation Immersatt präsentierte sich auf dem Festgelände am Ufer des Hafenbeckens mit einem Stand. „Unser Verein engagiert sich gegen die Kinderarmut auf zwei Ebenen“, erklärt Ralf Menrad, der Geschäftsführer. „Zum einen bieten wir den Kindern in unseren Filialen ein warmes Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung an, wenn sie aus der Schule kommen, und zum anderen haben wir ein Netzwerk mit den Jugendzentren, Kindergärten und Schulen in Duisburg aufgebaut, damit wir auch dort den Kindern helfen können.“
Aber auch emotionale Arbeit spiele eine wichtige Rolle. „Für Kinder ist das Herz sehr wichtig. Wenn sie keine Verbindung zu ihren Eltern aufbauen können, etwa weil diese keine Zeit haben, wollen wir helfen“, sagt Ralf Menrad. Auf dem Fest wollte sich der Verein präsentieren und die Besucher informieren. Außerdem wurde gesunde Nahrung für kleine Preise angeboten. „Unser Angebot richtet sich an die Familien und deswegen müssen unsere Preise erschwinglich sein“, so der Geschäftsführer.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







