Duisburg: Der „Lebensretter“ verliert Farbe
zuletzt aktualisiert: 23.08.2007Duisburg (RPO). Schauen Sie mal dem „LifeSaver“ auf der Kö auf die Krallen. Duisburgs wohl bekannteste Brunnenfigur zeigt dort Spuren, die sich Fußpilz gleich ausbreiten. Es sind Schäden am Acryllack, die auch an anderen Stellen der bunten Figuren zu sehen sind und beseitigt werden müssten.
Auch wenn der schrille Vogel der Künstlerin Niki de Saint Phalle in der Sonne glänzt, Fakt ist, dass sich die Oberfläche aus Polyester auf dem Edelstahlgerüst ausdehnt, die Teflonfarbe rissig wird und Kalk und andere Schmutzpartikel eindringen können. Die Farbe platzt dadurch ab beziehungsweise verblasst. Für Abhilfe können nach Einschätzung der Fachverwaltung eine bessere Entkalkung des Wassers und der Einbau von Filtern sorgen. Die Mitglieder des Kulturausschusses werden in ihrer Sitzung am 27. August darüber informiert. Ganz neu wird den „Dienstälteren“ unter ihnen ihnen dieses Thema nicht sein. Denn bereits 2001 war das französische Unternehmen, dem durch die Familie der verstorbenen Künstlerin Niki de Saint Phalle die Rechte zur Pflege und Wartung ihrer Kunstwerke übertragen worden war, informiert worden.
Doch damals kam es aus finanziellen Gründen zu keiner Auftragserteilung. Entsendung der französischen Mitarbeiter und Einrüstung des Brunnens zur Schadensbegutachtung hätten damals rund 3700 Euro gekostet. Was die Reparatur und eine Ergänzung der Technik kosten werden, ist offen. Allein ein Reparaturkonzept, das unter Begleitung des Lehmbruck Museums erstellt werden soll, wird mit etwa 4000 Euro veranschlagt.
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