Duisburg: Dezernent: „Unverantwortliche“ Pläne für Rumeln
zuletzt aktualisiert: 24.11.2007Duisburg (RPO). Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler lehnt die von der Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG) vorgestellten Bebauungspläne für das Gelände südlich der Ratshausallee in Rumeln (alte Zeche Fritz) „kategorisch ab“. Die MGG hatte ein Konzept präsentiert, nach dem das Gelände in vier „Quartiere“ mit verschiedenen Haustypen eingeteilt werden sollte (wir berichteten gestern). Das Konzept sei mit der Stadt abgestimmt, teilte die MGG mit. So war auch ein Vertreter des Planungsamtes bei der Veranstaltung in Essen dabei. Der zuständige Jürgen Dressler erfuhr von den Plänen allerdings erst gestern aus unserer Zeitung.
„Es hat bereits eine Rücksprache mit dem Planungsamt gegeben“, sagte gestern Dresslers Referent Dirk Smaczny. Für Dressler steht das vorgestellte Konzept „im krassen Widerspruch“ zu den Erkenntnissen über den demografischen Wandel, wie sie vor zwei Jahren im Rahmen einer Studie gewonnen wurden. Aufgrund des Bevölkerungsschwunds müsse die vorhandene Infrastruktur von immer weniger Bürgern finanziert werden. „Dieses Problem kann nicht dadurch gelöst werden, immer weitere Freiflächen zu entwickeln bzw. zu versiegeln“, so Dressler, „sondern allenfalls durch eine konsequente Verdichtung im Bestand.“ Unter der Bebauung würde, so Dressler, auch die „ökologische Qualität“ leiden: Rumeln würde eine Grünfläche verlieren.
„Aus demographischer, finanzwirtschaftlicher und ökologischer Sicht wäre eine intensive Bebauung der in Rede stehenden Fläche unverantwortlich und eine Bürde für die kommenden Generationen“, teilte Dressler weiter mit. Für akzeptabel hält er lediglich eine „straßenseitige Bebauung der Rathausallee, um die Finanzierbarkeit der vorhandenen Infrastruktur nachhaltig zu sichern.“
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