Duisburg: DGB-Demo für Mindestlöhne
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 03.10.2006Duisburg (RPO). „Das geht besser, aber nicht von allein“ – unter diesem Motto steht eine bundesweite Demonstration des DGB am 21. Oktober. Die Duisburger Gewerkschafter reisen mit Bussen nach Dortmund, wo u.a. Jürgen Peters spricht.
Rainer Bischoff ist in einer Doppelrolle. Als SPD-Landtagsabgeordneter hat er zumindest einen Teil der Politik seiner Partei mitzutragen. Als Vorsitzender der DGB-Region Niederrhein wirkt er auch auf einem Betätigungsfeld, auf dem – auch oder erst recht in dieser Zeit der CDU-SPD-Bundeskoalition – andere Konzepte als in Regierungsrunden beackert werden.
Aber zumindest in einem Punkt sind derzeit SPD und Deutscher Gewerkschaftsbund einer Meinung: der Forderung nach Mindestlöhnen. Darum geht es zum Beispiel bei der vom DGB organisierten bundesweiten Protestkundgebung am 21. Oktober. Das Motto heißt: „Das geht besser, aber nicht von allein!“ An diesem Tag werden Demonstrationen in Berlin, Dortmund, München, Stuttgart und Frankfurt stattfinden.
Die Gewerkschafter in Duisburg werden mit mehreren Bussen Dortmund ansteuern. Dort, am Südwall, haben sich ab 13 Uhr folgende Redner angesagt: Jürgen Peters, erster Vorsitzender der IG Metall, Pfarrerin (!) Sigrid Reihs, Bundesvorsitzende des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der evangelischen Kirche Deutschlands, sowie Adolf Bauer, Präsident Sozialverband Deutschland.
Mindestlöhne dürften, das sei jetzt nach Bischoffs Einschätzung Konsens zwischen SPD und DGB, nicht unter die 7,50 Euro-Grenze rutschen. Würde ein solcher Mindestlohn in Deutschland eingeführt, befände sich das Land in guter Gesellschaft: In Großbritannien (umgerechnet 7,71 Euro) und in Frankreich (8,27 Euro) seien Mindestlöhne mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.
Weitere Themen der Demonstrationen sind die Gesundheitspolitik. Dort fordert der DGB ein Solidarsystem („Keine Zweiklassen-Gesellschaft in den Wartezimmern“). Protestiert werde auch gegen die Rente mit 67. Eine konkrete Forderung bleibt auch die Ausbildungsabgabe.
Rainer Bischoff und Angelika Wagner rechnen damit, dass sich etwa 2000 Teilnehmer aus Duisburg an der Demonstration in Dortmund beteiligen werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






