Duisburg: DGB fordert verbesserte Integration
zuletzt aktualisiert: 08.01.2008Duisburg (RPO). Der DGB-Regionsvorsitzende Rainer Bischoff hat bemängelt, dass nicht nur die Langzeitarbeitslosen von der Entwicklung auf dem Duisburger Arbeitsmarkt abgekoppelt seien, sondern auch der in der Arbeitsagenturstatistik noch als „Ausländer“ angeführte Personenkreis der Nichtdeutschen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit in Duisburg so gut wie überhaupt nicht partizipiert habe. „Generell ist die Entwicklung des Duisburger Arbeitmarktes“, so Bischoff, „im Verlauf des vergangenen Jahres durchaus positiv. Natürlich bleiben 32 038 Arbeitslose in unserer Stadt genau 32 038 zu viel. Nichtsdestotrotz würdigen wir als heimischer DGB die positive Tendenz des Rückganges von 3 574 Arbeitslosen.“
„Eine horrende Quote“
Unübersehbar sei allerdings dass bei den Nichtdeutschen die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr lediglich um 1,3 Prozent gesunken ist, bei den Gesamtarbeitslosen dagegen um zehn Prozent. „Die Arbeitslosenquote der Nichtdeutschen ist konstant bei 30,4 Prozent geblieben – eine horrende Quote“, so Bischoff wörtlich. Der Gewerkschaftsbund findet es „schon merkwürdig“, dass hierüber in der Öffentlichkeit kaum diskutiert werde: „Die Jugendkriminalität bei Ausländern, derzeit ein breit diskutiertes Thema, mag doch in einem engen Verhältnis zu deren Arbeitslosigkeit und Perspektive stehen. Diese Vermutung ist jedenfalls nicht neu, eher ein Allgemeinplatz. Insofern gehören beide Aspekte gemeinsam öffentlich diskutiert“, erklärte Bischoff.
Der DGB hat im Verwaltungsausschuss der Duisburger Arbeitsagentur schon vor der nunmehr entfachten Diskussion über jugendliche Ausländer beantragt, über alle Möglichkeiten der Reduzierung der Arbeitslosigkeit bei Nichtdeutschen zu diskutieren. Dies wird in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses geschehen.
Konzepte sind gefragt
„Alle Beteiligten sind aufgefordert“, so Bischoff, „sich darüber Gedanken zu machen und Konzepte vorzulegen, wie dieser unguten Entwicklung begegnet werden kann. Er sehe Handlungsbedarf für Programme und Integrationshilfen, die den nichtdeutschen Arbeitslosen gezielt helfen können.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






