Wahlkreis 61 Duisburg-West: Die "andere" Rheinseite
zuletzt aktualisiert: 06.05.2010 - 12:21Wahlkreis 61 Duisburg-West (RPO). Seit 1975 gehören Rheinhausen, Homberg und Baerl bereits zu Duisburg – so richtig vollzogen ist die Eingemeindung aber bis heute nicht. Auf diese Situation müssen sich auch die Wahlkämpfer im Duisburger Westen einstellen.
Kinder aus Rumeln gehen in Moers zur Schule, viele Rheinhauser fahren zum Einkauf nach Krefeld – die Orientierung richtet sich hier vornehmlich nach Westen. Und die alten Baerler wären vermutlich entsetzt, würde man sie als Duisburger bezeichnen. Mit der Großstadt auf der rechten Rheinseite verbindet viele eine Art Hassliebe. So gehört Rheinhausen zum evangelischen Kirchenkreis Moers und zum katholischen Bistum Münster. Die Vorwahlen (02065 für Rheinhausen, 02066 für Homberg, 02151 für Rumeln-Kaldenhausen und 02841 für Baerl) stehen für sich und verweisen unter anderem auf Moers und Krefeld.
Politisch lebendig
Ergebnisse 2005
Bei den Landtagswahlen 2005 holte Rainer Bischoff (SPD) mit 48,6 Prozent das Direktmandat. Für die CDU waren es am Ende 34,0 Prozent. Grüne (5,1) und FDP (4,3) folgten auf den Plätzen. Die Wahlbeteiligung im Duisburger Westen lag bei 61,6 Prozent.
Verkehr
Nicht zuletzt deshalb ist es politisch durchaus lebendig im Duisburger Westen. Die Verkehrssituation mit geplanten Straßensperrungen für Lkw sind schon seit langem ein Zankapfel. Zwar ist in Rheinhausen wohl jeder froh, mit Logport eine neue, zukunftsorientierte Lösung für das ehemalige Krupp-Gelände gefunden zu haben – die damit verbundene Verkehrsbelastung ist allerdings vielen Rheinhausern ein Dorn im Auge.
Bädersituation
Das gilt auch für die Bädersituation. Das Freibad Kruppsee ist für viele unverzichtbar, nachdem am Toeppersee kein Freibad mehr existiert und die Pläne für eine neue Anlage an der Tegge auch nicht so recht vorankommen. Die Diskussion um Discounter-Schwemme und den Niedergang der Rheinhauser Innenstadt ist ebenfalls noch längst nicht abgeschlossen. In Homberg ist gerade der Stadtteil Hochheide mit den Weißen Riesen zum Problem geworden, während im eher dörflich strukturierten Baerl die Welt noch in Ordnung scheint.
Rainer Bischoff (SPD) ist im Westen gerade bei Vereinen und Verbänden oft präsent. Da ist es für CDU-Newcomer Guido Fischer aus Rumeln-Kaldenhausen nicht leicht, sich zu behaupten.
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