Duisburg: Die ersten Schritte der Vierlinge
VON DIRKE KÖPP - zuletzt aktualisiert: 24.12.2008Duisburg (RPO). 14 Monate alt sind Paula, Josefina, Elena und Farina inzwischen. Seit ihrer Geburt in der Uniklinik haben die Mädchen sich prächtig entwickelt und halten ihre Eltern, Daniela und Markus Schubert, gemeinsam auf Trab. Zwei der Mädchen laufen bereits, alle brabbeln erste Wörter.
Rahm Wenn es auf einmal ganz ruhig ist, wissen Daniela und Markus Schubert: Sie haben unvorsichtigerweise die Tür zum Schlafzimmer oder zur Küche aufgelassen. Ruckzuck sind ihre vier Mädels in die verbotene Zone gerobbt. „Dort ist es natürlich am interessantesten“, sagt Daniela Schubert lachend. Die 31-Jährige ist seit 14 Monaten Vierlings-Mutter. Nach einer Hormonbehandlung wurde sie schwanger – und zwar gleich mit Vierlingen. Am 27. September 2007 kamen Paula, Josefina, Elena und Farina (in dieser Reihenfolge) in der Uniklinik Düsseldorf zur Welt. Fast zwei Monate vor dem eigentlichen Geburtstermin. Fünfeinhalb Wochen wurden sie in der Uniklinik versorgt und betreut, dann durften sie heim – gedeihen prächtig und halten ihre Eltern in Atem.
Doch Daniela und Markus Schubert sind unkompliziert und pragmatisch. Das Unken von Fremden, aber auch Bekannten, dass es erst richtig schwierig würde, wenn die Kinder erst mal – beliebig einsetzbar – krabbeln, laufen, sprechen könnten, nehmen sie gelassen. Sie haben in jeder Entwicklungsphase ihrer Vierlinge immer festgestellt: Es wurde immer auch leichter. „Natürlich muss man die Kinder mehr im Auge haben, wenn sie laufen können“, sagt Markus Schubert. „Andererseits ist meine Frau dann nicht immer auf fremde Unterstützung angewiesen, weil sie nicht mehr alle Kinder tragen muss.“
Ähnlich ist es mit dem selbstständigen Essen: Natürlich mache es zunächst mehr Arbeit – und vor allem mehr Flecken –, die Mädchen allein essen zu lassen. Aber sobald sie ihr Abendessen ohne Hilfe zu sich nähmen, sei das eine Erleichterung. Als angenehm empfinden sie, dass ihre Töchter inzwischen auf ihre Namen reagieren und genau verstehen, was sie dürfen und was nicht. „Wenn eine der vier Unsinn macht und wir sie namentlich ermahnen, dann reagiert auch nur die, die angesprochen ist.“ Alle vier geben zudem ihre ersten „Wörter“ von sich. Mama und Papa sind zu erkennen, und „da“ heißt „danke“.
Äußerlich sind die Schubert-Mädels ganz unterschiedlich: Die eine hat dunkle Haare und dunkle Augen, die andere ist blond und blauäugig, die dritte hat blonde Haare, aber braune Augen, die vierte hat blaue Augen und ist dunkelblond. Auch hat jede bereits ihren eigenen Kopf, ihre eigene Persönlichkeit. Die Älteste, Paula, ist die Schelmischste. „Sie spielt total gern Hinter-den-Händen-Verstecken und macht Quatsch“, erzählt Daniela Schubert. „Dabei kann sie so herzhaft lachen – total süß!“ Josefina nimmt sich oft ein Bilderbuch vor und brabbelt vor sich hin. Bislang noch unverständlich, wie die Eltern schmunzelnd erzählen. „Wir wissen nicht, ob sie die Geschichten sich selbst oder vielleicht auch dem Buch erzählt“, sagt Markus Schubert und lacht. Elena ist die Ruhigste von den vieren, obwohl sie beim Toben auch ziemlich aufdrehen kann. „Schaukeln findet sie super“, so Mutter Daniela. „Sie spielt aber gern auch mal allein.“ Farina gilt als Entdeckerin. Sie erforscht alles und bekommt vieles ein bisschen früher heraus als ihre Schwestern. Nur bei ihrem ersten Urlaub an der Nordsee in Holland war sie zurückhaltend. Der sandige Strand war ihr nicht geheuer: „Wir hatten die vier auf eine Decke gelegt, damit sie sich an den Sand gewöhnen können. Während die anderen drei sofort losrobbten, hat Farina einige Zeit gebraucht, bis sie sich in den Sand traut“, berichtet Vater Markus amüsiert.
Beim Laufen indes machte Farina ihrem Ruf als Erforscherin wieder alle Ehre: Vor ihren drei Schwestern machte sie ihre ersten selbstständigen Schritte. Wenig später fing auch Paula an zu laufen. Alle vier haben sich seit ihrer Geburt normal entwickelt, und die Eltern freuen sich auf das zweite gemeinsame Weihnachtsfest mit ihren Mädchen. Daniela Schubert ist gespannt. „Die Kinder bekommen ja jetzt schon viel mehr mit von Weihnachten als im letzten Jahr oder auch als von ihrem Geburtstag“, sagt sie. Dann lacht sie: „Auch wenn sie manchmal das Geschenkpapier noch interessanter finden als die Geschenke selbst – es knistert so schön.“
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