Duisburg: Die „neue Linke“ seit Samstag auch in Duisburg
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 27.08.2007Duisburg (RPO). „Wir schreiben heute Geschichte, denn dies ist ein historischer Beschluss“, erklärte Edith Fröse am Samstag auf der Gründungsversammlung der Duisburger Partei „Die Linke“ im HundertMeister am Dellplatz.
Die örtliche WASG und die Linkspartei.PDS schlossen sich zu einer neuen Partei zusammen. Bundesweit fusionierten die beiden linken Parteien bereits im Juni, die Kreisebenen sollen bis September folgen.
300 Mitglieder
Sprecherin Edith Fröse zeigte sich selbst etwas verwundert: „Wir Linken tragen gerne unsere Meinungsverschiedenheiten aus, aber der Zusammenschluss der beiden Parteien ging mit erstaunlich wenig Problemen über die Bühne.“ Am Tag der Gründungsversammlung zählte die Partei 300 Mitglieder. Damit steige sie zur drittgrößten Partei in Duisburg auf, berichtet Landessprecher Wolfgang Zimmermann. „Wir freuen uns besonders über unsere parlamentarische Vertretung, schließlich war die WASG dort zuvor nicht beteiligt“, berichtet Edith Fröse.
Die Linken fordern einen gesetzlichen Mindeststundenlohn von acht Euro, kostenlose Bildung für alle und die Abschaffung von Hartz VI. „Wir planen auch einen sogenannten „Du-Pass“. Dieser soll Menschen mit geringem Einkommen eine preiswertere oder kostenlose Nutzung von öffentlichen Einrichtungen ermöglichen“, sagte Edith Fröse. Auch ein „Sozial Ticket“, das eine preisgünstige Nutzung der DVG garantiert, ist geplant.
In einer feurigen Rede forderte Hüseyin Aydin, Bundestagsabgeordneter der Partei, dass die SPD wieder mehr nach links rücken solle. „Wir brauchen keine Kopie der CDU“, so der Abgeordnete. Wolfgang Zimmermann betonte die relevante Rolle der Partei innerhalb sozialer Einrichtungen und den Gewerkschaften. „Wir fordern einen grundsätzlichen Politikwechsel in Deutschland und NRW“, so der Landessprecher.
Das Programm der Gründungsversammlung war lang. Wichtigster Punkt war jedoch die Wahl des neuen Vorstandes. Edith Fröse (WASG) und Ralf Pietras (Linkspartei.PDS) wurden zu gleichberechtigten Sprechern der Partei gewählt. Schatzmeister wurde Werner Roming (Linkspartei.PDS) und zum Geschäftsführer wurde Werner Wirtgen (WASG) ernannt. Am Abend sorgte die Band „Radikale Phantasie“ unter den Anhängern der neuen Partei „Die Linke“ für Stimmung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







