Nach der Tragödie bei der Loveparade: Die Stunden vor der großen Trauerfeier
zuletzt aktualisiert: 30.07.2010 - 20:56Übertragungswagen auf dem Burglatz und Scheinwerfer in der Salvatorkirche – damit am Samstag die Trauerfeier begangen werden kann, musste viel technisches Equipment in dem Gotteshaus aufgebaut werden.
In der Salvatorkirche war neben dem Rathaus noch Hektik statt Besinnung zu spüren. Dort findet heute um 11 Uhr der große Trauergottesdienst mit sehr viel politischer Prominenz statt. Auf dem Burgplatz, der bereits seit Donnerstag als Parkplatz gesperrt ist, bauten sich große Radio- und Fernsehübertragungswagen auf.
Daneben rollten Lkw an, die Generatoren heran transportierten, die den Strom für Kameras und Satellitenschüsseln liefern. Licht- und Tontechniker schoben unentwegt schwarze Kisten auf Rollbrettern in die Salvatorkirche, vollgestopft mit technischem Equipment, Kabeln und Scheinwerfern in verschiedenen Größen. In der Kirche waren gestern bereits einige große Aluminiumgerüste aufgebaut. Die daran befestigten Scheinwerfer werden wohl selbst die dunkelsten Ecken des gotischen Doms ausleuchten.
Erste Kameramänner gingen mit ihren Aufnahmegeräten durch die Salvatorkirche, um die besten Blickwinkel auf den Hohen Chor, in dem auch der große Altar mit dem kostbaren Kreuz steht, zu finden. Für eine Generalprobe, wie sie sonst vor Fernsehgottesdiensten üblich ist, gab es gestern keine Gelegenheit.
Auch vor der MSV-Arena herrschte am Freitag geschäftiges Treiben. Dort soll der Trauergottesdienst auf den beiden Anzeigetafeln übertragen werden. Gestern wurden dort ebenfalls Kabel verlegt und Fernsehkameras aufgestellt. Drei weitere Großleinwände bauten die Verantwortlichen zudem auf dem Parkplatz vor dem Stadion auf, um dort weiteren Besuchern die Möglichkeit zu geben, an der Trauerfeier teilzunehmen.
Am heutigen Samstagmorgen werden rund 560 Personen Platz in der Kirche finden. Etwa 280 Personen können auf den schweren Eichenbänken im Mittelschiff sitzen. Es sind fünf bis sieben Personen pro Bank vorgesehen. Viele andere Besucher werden vermutlich auf Klappstühlen in den Seitenschiffen sitzen.
Im nördlichen Seitenschiff ist Platz für 150 Teilnehmer, im südlichen Seitenschiff für 130. Die separate Südkapelle ist für die heute berichtenden Journalisten reserviert. Blitzlichtgewitter wird es nicht geben, denn nur die Fotografen der evangelischen Nachrichtenagentur epd werden Bilder liefern, von der Direktübertragung in der ARD abgesehen.
Durch das große Hauptportal an der Westseite des Baus, die der Innenstadt abgewandt ist, werden die Besucher in die Kirche gelangen. Wie viele Angehörige der am vorigen Samstag bei der Loveparade Getöteten kommen, ist noch nicht sicher. Sie werden nach dem Gottesdienst auf jeden Fall die Möglichkeit haben, von neugierigen Blicken abgeschirmt in die benachbarte kleinere katholische Karmelkirche zu gehen, um dort wieder zur Ruhe zu kommen – so weit das überhaupt geht.
In folgenden Kirchen kann die Trauerfeier auf Leinwänden mitverfolgt werden:
Duisburg-Nord
Evangelische Kirche Walsum-Aldenrade
Friedrich-Ebert-Str. 141
47179 Duisburg
Markuskirche (Ev.)
Ostackerweg 75
47166 Duisburg
Gemeindehaus / Pfarrsaal in St. Michael (ev.+kath.)
Evangelische Kirchengemeinde Meiderich mit der Kath. Kirchengemeinde St. Michael
Von-der-Mark-Str. 68a
47137 Duisburg
St. Norbert (kath)
Norbertuskirchplatz 6
47166 Duisburg
Duisburg-Mitte
Christuskirche Neudorf (ev.)
Neudorfer Markt 22
47057 Duisburg
St. Joseph (kath.)
Dellplatz
47051 Duisburg
St. Gabriel (kath.)
Gneisenaustr. 269
47057 Duisburg
Duisburg-Süd
Evangelisches Gemeindehaus Buchholz
Arlberger Straße 8
47249 Duisburg
Evangelisches Gemeindehaus Großenbaum
Lauenburger Allee 21
47269 Duisburg
St. Suibert (kath.)
Molbergstr. 10
47249 Duisburg
St. Dionysius
Uerdinger Str. 183a
47259 Duisburg
Duisburg-West
Christuskirche Rheinhausen (ev.)
Friedensstraße 3a
47228 Duisburg
Katholische Kirche St. Joseph
Duisburg-Wedau, Kalkweg.
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