Duisburg: Dreiklang aus Meer, Wald und Backstube
VON HERIBERT BRINKMANN - zuletzt aktualisiert: 22.12.2008Duisburg (RPO). KREIS WESEL Das Feinschmecker-Restaurant „Naschkörbchen“ im Hoerstgener Hotelrestaurant „Zur Post“ ist auch über Weihnachten geöffnet. Für Inhaber Heinz-Dieter Kranen sind die drei Abende zum Fest mit die schönsten im Jahr – weil die Stimmung unter den Gästen immer eine ganz besondere ist. Wer nicht nach Hoerstgen „hinter dem Kamper Berg“ fahren will, sondern zu Hause feiert, kann auf das empfohlene Drei-Gang-Menü zurückgreifen, das Chefkoch Alexander Hein extra für RP-Leser zusammengestellt hat. Testessern vom Düsseldorfer „Überblick“ gelten Heins „exorbitante Küchenleistungen“ längst als sterneverdächtig.
Der 27-jährige Küchenchef hat bei Ulrich Heldmann im Sterne-Restaurant Concordia Remscheid gelernt, danach war er im SterneRestaurant Passione Rossa. Im vergangenen Jahr nahm das „Naschkörbchen“ als einzige Adresse am Niederrhein bei der Düsseldorfer „Tour de menu gusto“ teil.
Auf die Vorgabe eines Drei-Gänge-Menüs für vier Personen ließ sich Alexander Hein einen Dreiklang aus Meer, Wald und Backstube einfallen: Als Vorspeise gibt es Lachscrepes mit Meerrettich-Calvados-Apfel-Schaum, es folgt Hirschrücken im Blätterteig mit Rosenkohl, Maronenspätzle und Estragonsauce, zum Nachtisch gibt es Lebkuchen-Zimtmousse auf Orangencarpaccio und Rotweineis.
Für die Vorspeise braucht man 600 Gramm geschnittenen Räucherlachs. Zuerst Sahne aufkochen, Meerrettich und Calvados hinzugeben, Apfel grob rein reiben und aufkochen, mixen und durch ein Sieb passieren. Jetzt 100 Gramm Sahne aufschlagen und 50 Gramm Meerrettich unterrühren. Dies auf die hauchdünnen Crepes verteilen und mit Lachs belegen. Dann einrollen und in Stücke schneiden. Für die Lebkuchen-Zimtmousse werden Eigelb, Espresso, Kakao, Zimt und Weinbrand in einer Schüssel verrührt und im Wasserbad geschlagen – mit Schneebesen und auf 82 Grad erhitzen. Die Schokolade darf im Wasserbad nicht über 32 Grad erwärmt werden, anschließend mit der Grundmasse verrühren, dann die Sahne unterheben, in eine Glasschüssel geben und kalt stellen.
Für das Eis werden Rotwein, Creme Fraiche und Zucker zum Kochen gebracht, mit Eiern unter ständigem Rühren vermengt und durch ein Sieb gegeben. Dann geht es in die Eismaschine – falls man eine hat. Aber es gibt ja auch Eisdielen oder das Tiefkühlregal im Supermarkt. Die Mousse wird über Orangenscheiben angerichtet, das Eis beigelegt.
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