Duisburg: Duisburg – das Rückgrat
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 24.04.2007Duisburg (RPO). Duisburg wird für die Citibank zu einem immer wichtigeren Standort. Deshalb sucht das Unternehmen noch einmal rund 100 Mitarbeiter. Eine Studie bescheinigt der Bank, ein „Top Arbeitgeber“ zu sein.
Die Zahlen sprechen für sich: 1999 begann die Citibank in Duisburg mit 800 Beschäftigten, inzwischen sind es knapp 2000. Dabei sind die 300 Fachleute, die im SilberPalais für die Softwareentwicklung zuständig sind, noch nicht einmal mitgezählt.
Damit nicht genug: „Wir suchen nun noch einmal 40 bis 50 Call Center Agents, 20 bis 30 Sachbearbeiter Zahlungsverkehr und zehn bis 20 Teamleiter“, erläuterte gestern Citibank-Personalvorstand Ulrich Jordan. Eine Botschaft, die Oberbürgermeister Adolf Sauerland gerne vernahm. „100 neue, qualifizierte Arbeitsplätze sind für unsere Stadt schon etwas Besonderes.
Die Beziehung zwischen der Stadt Duisburg und der Citibank ist eine echte Partnerschaft, was nicht nur durch die Austragung des Citirun unterstrichen wird“, so Sauerland. Dass sich der Erfolg des Unternehmens auch steuerlich für die Stadt bemerkbar macht, wollte Sauerland nicht verschweigen: „Dafür herzlichen Dank.“
Spitzenpositionen
Der Frauenanteil bei der Citibank liegt deutschlandweit bei 58 Prozent, der Anteil in Führungspositionen bei rund 35 Prozent. Das gilt selbst für die Unternehmensspitze: Die aktuelle Vorstandsvorsitzende Susan S. Harnett ist nicht die erste Frau in diesem Amt. Zuvor war die Spitzenposition bei Christine Licci ebenfalls in weiblicher Hand. In Duisburg haben im vergangenen Jahr 25 Azubis bei der Citibank begonnen, in diesem Jahr sollen es ebenso viele werden. Für die gesuchten 100 Stellen sollten die Bewerber eine kaufmännische Ausbildung haben – welche ist egal.
Viel Kundenkontakt
Citibank-Vorstand Peter E. Blatter erklärte, der Standort Duisburg sei inzwischen das „Rückgrat unserer Bank“ – eine Entwicklung, die 1998, als die „Expedition Citibank Duisburg“ begann, noch nicht absehbar gewesen sei. Der Erfolg der Citibank liege nicht zuletzt daran, dass zwischen 60 und 70 Prozent der Mitarbeiter Kundenkontakt habe – es geben Banken, bei denen dies nur auf 20 Prozent der Mitarbeiter zutreffe.
Erst kürzlich habe die Bank das Gütesiegel „Top Arbeitgeberin Deutschland 2007“ erhalten, erläuterte Ulrich Jordan. Eine Studie der Corporate Research Foundation in Zusammenarbeit mit dem geva-institut und dem Magazin „Karriere“ habe Fakten wie Karrierechancen, Bezahlung, Arbeitsplatzsicherheit und die „Work-Life-Balance“ – wie man Arbeit und Freizeit unter einen Hut bekommt – abgefragt und dabei gute Noten für die Citibank verteilt. Dies zeige sich auch an der Fluktuation, meinte Blatter.
Während in vergleichbaren Callcentern die Fluktuation der Mitarbeiter bei etwa 20 bis 30 Prozent liege, bewege sie sich bei der Citibank lediglich im einstelligen Prozentbereich.
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