Duisburg: Duisburg hat seine Superstars
VON JAN KELLER - zuletzt aktualisiert: 14.05.2008Duisburg (RPO). Gemeinsam mit Young Americans, den Profis aus den USA, zeigten 230 Workshop-Teilnehmer im Theater am Marientor eine mitreißende Show. Frenetischer Beifall vom Publikum.
Mit dem Begriff Musical verbindet man Gesang, Tanz, Broadway – und Amerika. So wundert es auch nicht, dass hinter dem Namen The Young Americans eine Truppe von Musical-Profis steht, die ihr Können in einer bunten, perfekt inszenierten Show zeigen und mit einem breit gefächerten Programm weltweit ihr Publikum begeistern. Was jedoch fasziniert ist, dass es dieser Gruppe gelingt, Schülerinnen und Schüler in nur dreitägigen Workshops in die Aufführung vollkommen zu integrieren und die Zuschauer mit Gesang, Tanz und vor allem Engagement zu verzaubern. So auch am Pfingstmontag im Theater am Marientor.
Quer durch die Musikwelt
Eine knappe Stunde lang präsentierten zunächst die Profis den recht zahlreichen 750 Gästen einen abwechslungsreichen Streifzug durch die Musikwelt. Kaum eine musikalische Richtung wurde ausgelassen. Die Darbietung reichte von der A-cappella-Version von „Kein schöner Land“ über die heißesten Medleys des Rock‘n Roll bis zu Rapp. So rasant wie der Wechsel der Musikstile war auch der der Kostüme. Die Darsteller verwandelten sich in Windeseile: Sie surften als sonnige Beach Boys über die Bühne, kurz darauf waren sie Hip-Hopper, Gospel-Sänger oder Musical-Stars. Durchatmen konnten Schauspieler und Publikum erst in der Pause. Auch der zweite Akt führte rund 60 Minuten mit Medleys quer durch die Musikwelt, wobei 45 Profis nun gemeinsam mit 230 Amateuren in gelben, blauen und roten T-Shirts ihr Bestes gaben. So bunt wie das Bühnenbild war auch das Treiben der Truppe, denn Bill Brawley, der Direktor der Young Americans und seine Frau Robyn, die für die Choreografie verantwortlich ist, machen am Bühnenrand nicht Halt. Die Performer stürmen bis in die hinteren Reihen, junge Talente singen voller Inbrunst neben ihren strahlenden Eltern, um im nächsten Moment zurück zu eilen. Es gelang den Tänzern, Sängern und Trainern in Personalunion, ihre Begeisterung für die Show an die Duisburger Workshopteilnehmer zu übertragen. Die Amateure wirkten nie verunsichert. Ob beim Solo-Auftritt oder den Gesangs- und Tanzeinlagen des gesamten Teams, es war immer ein „junger Amerikaner“ dabei, der seinen Enthusiasmus auf die Teilnehmer übertrug. Die Teilnehmer sangen voller Hingabe, tanzten Charleston, Rock‘n Roll und Breakdance oder spielten Pantomime und Lilly trug ihr eigens komponiertes Stück „A song without words“ vor. Zum Finale wurde mit einer eindrucksvollen Darstellung aus dem „König der Löwen“ übergeleitet bevor das gesamte Ensemble mit dem Lied „We hold together“ die Show ausklingen ließ, um dann minutenlang frenetischen Beifall zu ernten.
Duisburg hat seine Superstars.
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