Duisburg: Duisburgs neues Bildungshaus
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 25.06.2009Duisburg (RPO). Multi Development baut mit dem "Stadtfenster" ein Haus, das nach Aussagen von CDU und Grünen deutlich macht, wie wichtig Bildungspolitik und die Aufwertung der Münzstraße sind.
Eine Leistungsbilanz, an deren vorläufigem Ende das neue "Stadtfenster" steht, zogen gestern CDU und Grüne, die mit großer Unterstützung anderer Fraktionen und Gruppen im Rat am Montag den Beschluss zum Bau des neuen Bildungshauses beschlossen haben. Auf rund 11 000 Quadratmeter werden das NS-Dokumentationszentrum (400 Quadratmeter) sowie Volkshochschule und Stadtbibliothek als Mieter einziehen, wobei für die Bücherei ein deutlich größerer Anteil vorgesehen ist.
Dieser Neubau, so betonten gestern die beiden Fraktionsvorsitzenden Petra Vogt (CDU) und Doris Janicki (Grüne), wird ausstrahlen, "dass Bildung und lebenslanges Lernen für uns einen ganz hohen Stellenwert haben". Zudem werde es gelingen, den westlichen Innenstadtbereich mit der Münzstraße deutlich aufzuwerten, so wie es auch der Masterplan vorsehe. Wäre MultiCasa gebaut worden, so wäre an der Münzstraße das Licht ausgegangen, stimmten die beiden Politikerinnen überein.
Sie erinnerten gestern daran, dass ihre Parteien es waren, die gemeinsam mit Oberbürgermeister Sauerland das Citypalais realisiert haben, mit dem Forum und dem neuen König-Heinrich-Platz für eine gewaltige Aufwertung der Innenstadt gesorgt und auch den Weg für die "Duisburger Freiheit" (auf dem MultiCasa-Gelände) frei gemacht hätten.
Während die Grünen von Anfang an gegen MultiCasa waren, hätten sich die Christdemokraten erst abgewandt, als klar war, dass von den anfänglichen großen Träumen allenfalls noch ein CentrO-Abklatsch übrig geblieben war, so CDU-Parteichef Thomas Mahlberg. Dass die SPD das "Stadtfenster" nicht mittrage und so versuche, CDU/Grünen und dem Oberbürgermeister eine Niederlage zuzufügen, weise daraufhin, dass sie nicht zum Wohle der Stadt, sondern nur zu ihrem eigenen agiere.
Die beiden sanierungsbedürftigen Gebäude von VHS und Stadtbibliothek hätten nur mit großem finanziellenAufwand auf ein zukunftsgerichtetes Niveau gebracht werden können. Durch den Umzug werde mit dem Europahaus eine Immobilie auf einer Achse zwischen Forum und Galeria Kaufhof frei, die sich für den Einzelhandel eigne. Das Stadtfenster bedeutet übrigens nicht das Ende des "Knüllermarktes". Der hoch-frequentierte Laden bekommt ein neues Domizil in der City, versprach Mahlberg.
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