Duisburg: Dunkelblau und voll im Einsatz
VON SEBASTIAN BECK - zuletzt aktualisiert: 02.03.2007Duisburg (RPO). Die Feuerwehr hat gestern die neue Wache in Homberg bezogen. 120 Feuerwehrleute schleppten Stühle, Tische und jede Menge Kisten in die neuen Räume an der Rheindeichstraße.
Alles muss mit. Und wenn es die Feuerwehr ist, die umzieht, dann sind die Dinge, die vom alten in das neue Domizil transportiert werden müssen, nicht immer alltäglich. Gestern, als die Feuerwehrleute der Wachen Laar und Homberg, die Homberger freiwillige Feuerwehr und die Feuerwehrschule in die neue Wache an der Rheindeichstraße umgezogen sind, war alles mit dabei, was ein Feuerwehrmann braucht: Helme, Äxte, Schläuche, Gasflaschen und Seile. Aber auch Dinge, die jeder vom eigenen Umzug kennt - Computer, Telefone und Kaffeemaschinen.
Auf dem gepflasterten Hof des dreigeschossigen Gebäudes der neuen Wache hieven Männer Tische, Schränke und Stühle aus einem Lastwagen. Eine Hebebühne reicht bis zu einem Fenster im zweiten Stock, da hinein müssen die Möbel. Gerade noch hob der 30 Jahre alte Helmut Kerkmann einen Stuhl auf die Hebebühne, jetzt winkt er einen zweiten Lastwagen in die richtige Parkposition am Rande einer Mauer.
„Ist schon so einiges, was ich heute geschleppt habe“, sagt er. Wann sie fertig seien, könne er nicht sagen, aber Überstunden müsse er auf jeden Fall schieben. Dann ein Klirren, darauf folgt ein lauter Knall, aus etwa fünf Metern Höhe kracht eine Kaffeemaschine von der Hebebühne auf den Asphalt. Halb so schlimm, die Männer lachen, denn sie haben noch eine zweite und diese gelangt sicher an den Ort ihrer Bestimmung.
Nicht alles wird lose transportiert. Im Innern des noch nach Farbe und neuen Teppichen riechenden Gebäudes stapeln sich in nahezu jedem Raum zahlreiche Kisten. Drum herum wuseln Männer, alle tragen dunkelblaue Hosen und Pullover. „Vorsicht!“, ruft einer. Er trägt einen großen Pappkarton durch einen Flur. Fast wäre er mit einem Kollegen zusammengestoßen, der eilig aus einer Tür gelaufen kam.
Löschzug einsatzbereit
„Die sind alle mit einer riesigen Motivation dabei“, sagt der Chef-Organisator des Umzugs, Oliver Tittmann. Die Feuerwehrleute schaffen alle Möbel, technischen Geräte aber auch Küchenutensilien selber in ihre neue Wache. 120 Männer helfen mit. Nur die Spinde und Betten für die Ruheräume transportiert ein Umzugsunternehmen. Dennoch sei auch heute ein Löschzug vollständig einsatzbereit, falls es irgendwo in Homberg oder Laar brennen sollte, sagt Tittmann.
Das Gebäude und die zwei Wagenhallen, eine große für die Berufs- und eine kleinere Halle für die freiwillige Feuerwehr, sind erst vor einigen Tagen fertig gebaut worden. Erst in der Nacht auf Donnerstag hat der Bauherr der Feuerwehr die Schlüssel überreicht.
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