Duisburg: Dynamisch ins Parkhaus
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 16.09.2008Duisburg (RPO). Das Parkleitsystem für die Duisburger Innenstadt geht heute – rechtzeitig zur Eröffnung des neuen Forums am Donnerstag – in Betrieb. 30 Schilder leiten die Autofahrer zu 16 Parkhäusern.
„Wir wünschen dem MSV drei Punkte in München“ – lasen gestern Autofahrer und Passanten auf einer Stadtinformationstafel, die zum „Dynamischen Parkleitsystem Duisburg“ gehört. Oberbürgermeister Adolf Sauerland hatte die „Info“ eingegeben. Eigentlich wollte er auch noch auf das strikte Rauchverbot im Stadthaus hinweisen, doch da spielte Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler nicht mit . . .
Sechs Stadtinfotafeln
Gestern befand sich das Parkleitsystem mit seiner Schaltstelle im Keller des Stadthauses in der letzten Testphase, im Verlauf des heutigen Tages soll es in den „Endbetrieb“ gehen, rechtzeitig also zur Eröffnung des „Forums“ am Donnerstag. Mit dem ersten Abschnitt wurden 30 Parkleitschilder und sechs Stadtinfotafeln errichtet. Bis November soll das Gesamtsystem mit 78 Parkleitschildern (210 Einzelanzeigen), den sechs Stadtinfoschildern und sieben Vorinformationsschildern stehen. Bisher „fast einmalig“ in der Bundesrepublik ist die Koppelung eines Parkleitsystems mit Großinformationstafeln. Auf diesen kann nicht nur auf besondere Veranstaltungen hingewiesen werden, sondern beispielsweise auch auf Glatteisgefahr oder einen kapitalen Wasserrohrbruch.
22 Kilometer Kabel
Für die bisher geleisteten Arbeiten wurden vier Kilometer Rohrgräben ausgehoben, acht Kilometer Kabelschutzrohre und 22 Kilometer Kabel verlegt.
58 Wegweisermasten wurden aufgestellt und 78 Betonfundamente gegossen.
Vorrangiges Ziel des Parkleitsystems aber ist es, einheimische wie auswärtige Autofahrer auf die Zahl der freien Einstellplätze (5000 insgesamt) in der City (16 angeschlossenen Parkhäuser, ein Parkplatz) hinzuweisen. 1,6 Millionen sind in das System investiert worden. Die laufenden Kosten werden von den Parkhausbetreibern getragen.
Im Parkleitrechner im Stadthaus werden die eingehenden Daten über die Parksituation ausgewertet, damit die Anzeigen an den Parkleitschildern aktualisiert werden können. Farben unterscheiden drei Parkzonen: gelb für die City, weiß für den Randbereich und blau für das Innenhafenviertel. Später sollen die aktuellen Daten über freie Parkkapazitäten übers Internet und damit auch übers internetfähige Handy abrufbar sein.
Wer schnell eine Parkplatz findet, belastet die Umwelt weniger – auch ein Aspekt, denn laut Stadtentwicklungsdezernent Jürger Dressler macht der Parksuchverkehr rund fünf Prozent des Innenstadtverkehrs aus. Das Parkleitsystem ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtentwicklungsdezernats, der Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft und den Wirtschaftsbetreiben. Thomas Patermann, der Technische Vorstand der Wirtschaftsbetriebe, hob gestern den kurzen Realisierungszeitraum besonders hervor.
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