Duisburg: Ein Drummer-Gipfel
VON INGO HODDICK - zuletzt aktualisiert: 07.05.2007Duisburg (RPO). hat schon wieder eine neue, hervorragende Spielstätte für Jazz. Nach der Kulturzentrale Hundertmeister am Dellplatz vor einer Woche (die RP berichtete) gab es nun das erste „Jazz live“-Konzert, ja die erste eigenständige Veranstaltung überhaupt im Kleinen Saal der neuen Mercatorhalle im CityPalais.
Und alle waren begeistert, denn die dunkelroten Wände, die dezente aber nicht finstere Beleuchtung, die bequemen Lederstühle wie im Großen Saal und nicht zuletzt die präsente Akustik gefielen einfach. Jazz wirkt hier besonders gut, denn der Kleine Saal hat eine ebenso kultivierte wie entspannte Atmosphäre. Veranstalter Bernd Albani hatte ja auch sehr gute Musiker verpflichtet, die problemlos zusammenspielten und sich immer noch weiter steigerten.
Es fing ganz harmlos an mit „Sweet Georgia Brown“, und als wir irgendwann bei „Take Five“ waren, merkte man deutlich dass diese Jazzer keine Genregrenzen kennen. Genannt werden muss insbesondere der aus Duisburg stammende Trompeter Klaus Osterloh, Allrounder aus der WDR Bigband.
Das eigentliche Ereignis waren freilich die drei (!) Super-Drummer, die zuerst abwechselnd und schließlich gar gemeinsam die Trommeln und Becken bearbeiteten. Gregor Beck war der Jüngste, Charly Antolini aus der Schweiz der humorvolle Bandleader („gleich kommt der dritte Teil, da könnt Ihr mir beim Abbauen zugucken“) und Huub Janssen aus den Niederlanden der Senior. Alle drei in Duisburg keine Unbekannten, aber nun unmittelbar vergleichbar.
Jeder hatte sein eigenes Drumset mitgebracht, kombinierte und rhythmisierte ganz eigenwillig. Höhepunkt war eine nicht ganz ernst gemeinte „Drum Battle“, bei der sich die Freunde und Kollegen gegenseitig zu Höchstleistungen anstachelten.
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