Duisburg: Ein Hoch auf die Selbsthilfe
zuletzt aktualisiert: 11.08.2008Duisburg (RPO). Eine Lanze für Selbsthilfe und Ehrenamt brachen der Schirmherr des vierten Duisburger Selbsthilfetages, Sparkassendirektor Artur Grzesiek, und Bürgermeisterin Doris Janicki.
Vor allem vor dem Hintergrund des leeren Stadtsäckels komme ehrenamtlicher Selbsthilfe stetig wachsende Bedeutung zu. Oft biete sie Betroffenen und Angehörigen letzten Halt. Auch wenn Politik und Verwaltung nicht, wie von vielen erhofft und selbst gewollt, finanziell den Selbsthilfeorganisationen tatkräftig mit Euro und Cent unter die Arme greifen können, stünden die Politiker doch hinter den Betroffenen und versuchten, ihnen nach Kräften den Rücken zu stärken und frei zu halten, sicherte die Bürgermeisterin zu.
Veranstaltet wurde der Selbsthilfetag im Garten der Erinnerungen am Innenhafen in der Nähe der Synagoge. Lange Gesichter gab es bei allen Beteiligten, weil nicht sonniges Sommerwetter, sondern stetig plätschernder Regen und grauer Himmel die Eröffnung begleitete. Organisiert wurde die Veranstaltung von der PariSozial Duisburg GmbH, die im Auftrag des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes schwerpunktmäßig 230 Selbsthilfegruppen mit weit über 3000 Betroffenen in Duisburg betreut. Daneben, so die PariSozialmitarbeiterinnen Petra König und Bärbel Sperling, würden 35 weitere Gruppen angeleitet, Altentagesstätten Betreutes Wohnen betreut.
Über 30 Organisationen und Selbsthilfegruppen hatten im Garten der Erinnerungen ihre Informationsstände aufgebaut. Vertreten waren vor allem Gruppen, die sich in ihrer Arbeit medizinischen Themen oder verschiedener Suchtproblematiken angenommen haben. Die Palette reichte von den „Anonymen Alkoholikern“ bis zum Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte. Darüber hinaus meinte Petra König, dass ihre Organisation stets ein offenes Ohr für neue Selbsthilfeprojekte mit neuen Themen und Schwerpunkten habe, gern mit Rat und Tat zur Seite stehe und bei Fragen, wie der Beschaffung von geeigneten Räumlichkeiten behilflich sei.
An den Ständen der einzelnen Gruppen wurden konkrete Aktionen wie ein Risikocheck, eine Promille-Parcours oder eine Hilfsmittelvorführung mit Rollstuhlprobefahrt angeboten, um interessierten Nichtbetroffenen die Lage derer klar zu machen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind oder auf eigene Problemlagen aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Kurzweil boten Zauberkünstler Martin Freund, das Tanztheater des Rheinhauser Bertha Krankenhauses und der Sport- und Freizeitverein Budoka aus Beeck.
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