Duisburg: Eine Nacht- und Nebelaktion
zuletzt aktualisiert: 29.04.2008Duisburg (RPO). Sie SPD-Ratsfraktion (aber auch andere) fühlten sich überrumpelt: Sechs Stunden vor Beginn der Ratssitzung, so SPD-Fraktionschef Herbert Mettler, habe die Verwaltung per E-Mail darüber informiert, dass Ingo Scharta neuer Geschäftsführer der Gesellschaft für Beschäftigungsförderung (GfB) werden soll. Entgegen der Beschlussvorlage für den Rat, in der Birgit Jeibmann für diese Funktion genannt wird. Schon zu ihrer Person habe er detaillierte Ausführungen vermisst, sagte Mettler. Mit der kurzfristigen Veränderung habe die Verwaltung dem Verfahren jetzt die Krone aufgesetzt.
Aus Sicht von Mettler war es nahezu unverschämt, den Fraktionen dann auch noch anzubieten, dass der neue Kandidat sich eine Stunde vor der Ratssitzung bei ihnen vorstellen könnte. Hätte alle das Angebot angenommen, so hätte Scharta in jeder Fraktion kaum zehn Minuten bleiben können. Petra Vogt, CDU, konterte, die SPD habe seinerzeit ihren ehemaligen Fraktionsgeschäftsführer Horst Scherschel sogar ohne Ausschreibung zum GfB-Geschäftsführer gemacht, nachdem OB Sauerland erklärt hatte, es habe nach der Ausschreibung ein offenes Auswahlverfahren gegeben. Nach Jeibmanns Absage habe die Gesellschafterversammlung Schachta vorgeschlagen. Er wurde mit Mehrheit gewählt und wechselt zum 1. August von seinem bisherigen Arbeitgeber Wirtschaftsbetriebe Duisburg zur GfB.
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