Duisburg: Eine neue Nord-Süd-Achse
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 02.02.2010Duisburg (RPO). Am Montag fiel der Startschuss für ein Teilstück der B 8n, die an die Stadtautobahn angebunden wird. Das Autobahnkreuz "Duisburg-Süd" und der weitere Ausbau der B 288 sollen in drei Jahren beendet sein.
Ein Nadelöhr im Duisburger Süden soll demnächst der Vergangenheit angehören. Am Montag wurde der Startschuss sowohl für den Bauabschnitt zwischen Ende der Autobahn A 59 und der B 8n am "Froschenteich" als auch dem Ausbau der B 288 zur Autobahn A 524 gegeben. Bereits Ende 2010 / Anfang 2011 soll die aus Richtung Süden (Wittlaer) kommende B 8n mit der heute in Höhe Rahm endenden A 59 verbunden werden.
Das Autobahnkreuz "Duisburg Süd" steht dann als zweite Maßnahme auf dem Arbeitsplan von Straßen.NRW. Denn abschnittsweise wird die Bundesstraße 288 zur Autobahn A 524 in Richtung Westen (Huckingen) und Osten (Rahm). Von Rahm in Richtung Düsseldorf hat die B 288 bereits die Autobahn-Bezeichnung A 524. Verbaut werden rund 62 Millionen Euro. Trotz zeitweiligen Schneetreibens ließ es sich gestern Mittag Lutz Lienenkämper, NRW-Minister für Bauen und Verkehr, nicht nehmen, den bei solchen Baumaßnahmen üblichen ersten Spatenstich vorzunehmen. Zunächst mit einem Spaten, dann aber der Größe des Projektes angepasst, mit einem Bagger.
Mit dem Anschluss der B 8 n an die A 59 am neuen Autobahnkreuz Duisburg-Süd werde die Verkehrsinfrastruktur längs der Rheinschiene verbessert, hatte Lienenkämper zuvor gesagt. Dem Bund dankte er für die Bereitstellung der 62 Millionen Euro. Den Dank nahm Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, gleich mit nach Berlin. Er versprach auch, dass "irgendwann" die B 288 bis Krefeld komplett zur A 524 werde. Ferlemann, der wie Lienenkämper "ein unfallfreies Bauen" wünschte, hoffte, dass man mit den 62 Millionen Euro auskommen wird kommt.
Harald F. Austmeyer, der Geschäftsführer des Landesbetriebs Straßenbau NRW, stellte fest, dass das kräftige Arbeiten an dieser Stelle keine Premiere sei, denn erst vor wenigen Monaten sei ein paar Kilometer südlich ein weiterer Abschnitt der Bundesstraße B 8n als Ortsumgehung Wittlaer freigegeben worden. Zug um Zug wachse diese Straße also zu einer neuen, leistungsfähigen Nord-Süd-Achse zwischen Düsseldorf und Duisburg.
32 Hektar Ausgleichsfläche
Mit dem Ausbau der B 288 zur A 524 werden die Fahrbahnen durch Mittelstreifen und Schutzeinrichtungen getrennt, in Ungelsheim ("Am Heidberg", sieben Meter hoch) und Rahm werden neue Lärmschutzwände gebaut bzw. vorhandene Einrichtungen durch leistungsfähigere ersetzt. Auf der Bauliste stehen neben den Fahrbahnen (kein "Flüsterasphalt") sechs Brücken, eine Pumpstation, zwei Stützwände und fünf Tierdurchlässe. Als Ersatz für die benötigte Naturfläche (18 Hektar) werden 32 Hektar so genannter Ausgleichsflächen angelegt.
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