Duisburg: Eine Wasserwelt für Wedau
VON SANDRA KAISER - zuletzt aktualisiert: 04.01.2008Duisburg (RPO). Am Parallelkanal zur Regattabahn entsteht für 15 Millionen Euro ein neues Sport- und Freizeitareal. Schon im Sommer können sich Kinder auf dem Wasserspielplatz austoben und Mutige durch den Hochseilgarten hangeln.
Mehrere Millionen Euro verschlingt der neue Parallelkanal zur Regattabahn in Wedau. Ganz schön viel Geld, wo er von Spitzensportlern doch nur wenige Wochen im Jahr genutzt wird. Dass sich die Investition trotzdem lohnt, dafür will die Stadt sorgen. Mit der „Wasserwelt Wedau“ schafft sie ein riesiges Sport- und Freizeitareal, das Besucher aus nah und fern anlocken soll. Folgende Projekte sind geplant:
Parallelkanal Der rund 1200 Meter lange und 30 Meter breite Kanal neben der Regattabahn soll nicht nur für nationale und internationale Wettkämpfe, sondern auch von Freizeitsportlern genutzt werden können. Schnupperkurse und Schulungen für angehende Kanuten und Ruderer – auch Behinderte – sollen angeboten werden.
Klage abgewiesen
Für den Parallelkanal wurden zwölf Hektar Wald gerodet. Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hatten Klage eingereicht, waren jedoch damit gescheitert.
Hochseilgarten Er entsteht an der Westseite des Parallelkanals. Verschiedene Bäume sind schon markiert, an denen die Plattformen angebracht werden. „Alles wird mit Naturmaterial gebaut, kein einziger Baum wird gefällt“, betonte Umweltdezernent Dr. Peter Greulich gestern bei einem Rundgang. „Wir machen die Natur nicht kaputt, sondern führen die Menschen an sie heran.“
Diagonal über den Kanal
42 Einzelelemente mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für Kinder, Erwachsene und Behinderte soll es geben, darunter auch eine Hochseilrutsche, die 200 Meter diagonal über den Kanal führt.
Wasserspielplatz Ebenfalls am Westufer des Parallelkanals wird in diesen Tagen Sand aufgeschüttet. Auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern soll es dort mit Wasser gefüllte Mulden, Wassergräben mit Hängebrücken, ein Kletternetz, Rutschen und ein großes Spielschiff geben. Mit einem Floß oder über einen Hangeltastpfad können die Kinder ans gegenüberliegende Ufer gelangen. „Die Kleinen können im Wasser planschen, im Schlamm spielen und sich so richtig schön einsauen“, sagte Greulich.
Weg der Sinne An verschiedenen Stationen müssen die Besucher selbst aktiv werden, Gegenstände begreifen und in Bewegung setzen, damit sich ihnen der Sinn erschließt. Unter anderem wird es dort einen Barfußpfad geben.
Weg der Bewegung Dieser moderne Trimm-Dich-Pfad mit unterschiedlichen Stationen soll der körperlichen Ertüchtigung dienen. Die Besucher können Sport treiben, sich im Wellnessareal aber auch eine Rückenmassage gönnen oder sich an den Gleichgewichtsübungen auf der Pedalostrecke versuchen. „Es wird unterschiedliche Niveaus geben, auch für Menschen mit einer Behinderung“, erklärte Greulich. Geplant ist unter anderem ein Rollstuhlparcours, eine Gehschule und eine Boule-Bahn.
Weg des Wissens Für den südlichsten Bereich des Parallelkanals ist ein Naturlehrpfad mit verschiedenen Schautafeln rund um das Thema Wasser vorgesehen. „Kinder und Eltern sollen anfassen und ausprobieren“, so Greulich. Auch ein Naturwasser-Biotop soll entstehen.
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