Duisburg: Einstimmig für Erhalt des Filmforums
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 25.02.2011 - 10:02Duisburg (RPO). Es war, wie fast immer im Kulturausschuss, eine "schwierige Geburt". Doch am Schluss einer stundenlangen Diskussion rangen sich die Kommunalpolitiker dennoch zu einem einmütigen Votum für den Erhalt des Filmforums in seiner jetzigen Qualität durch.
Das Filmforum, so der Tenor der etwas improvisierten Beschluss-Formulierung, leiste exzellente Arbeit. Es soll keine Kürzung der bisherigen Verlustausgleichzahlung um die Hälfte vorgenommen werden, wie es angedroht war (die RP berichtete). Die von der SPD vorgeschlagene Formulierung, dass "Kämmerer und Oberbürgermeister ihre Sparvorgabe zurücknehmen sollen", lehnte die CDU massiv ab.
Die Sparauflage sei keine Schuld des Oberbürgermeisters, sondern der Bezirksregierung, meinte Frank Heidenreich, kulturpolitischer Sprecher der Christdemokraten. Die SPD sah das anders, doch akzeptierte sie letztlich auch eine Formulierung, in der Kämmerer und Oberbürgermeister gar nicht erwähnt werden.
Trotz dieses einstimmigen Votums fürs Filmforum muss noch ein Weg gefunden werden, wie jene rund 131 000 Euro aus dem Kulturetat aufzubringen sind, die nach Willen der Ratsleute nun doch nicht eingespart werden. Kultur- und Bildungsdezernent Karl Janssen sagte, dass er bis zum 16. März einen Kompensationsvorschlag machen muss. Diese Frist gebe ihm die Kämmerei. In welchen anderen Kulturbereichen nun gespart werden muss, um das Filmforum weiterhin so zu unterstützen wie bisher, wisse er noch nicht. Janssen selber nannte das Flmforum ein "einziges Erfolgsmodell" und ein "Highlight für die Stadt".
Kai Gottlob, Geschäftsführer des Filmforums, hatte im Kulturausschuss eindringlich dargelegt, dass er sehr schnell eine Entscheidung treffen müsse, da das Filmforum eine GmbH ist und eine ausgeglichene Bilanz vorlegen muss. Er wies auch darauf hin, dass die Umwandlung des Filmforum in eine GmbH im Jahr 2004 dazu geführt habe, dass der städtische Zuschuss um 30 Prozent gekürzt werden konnte, obwohl das Angebot ausgebaut wurde. Das liege an den vermehrten Einnahmen und am Engagement von Sponsoren, das zurzeit so groß wie noch nie zuvor in der 40-jährigen Geschichte des Filmforums ist.
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