Duisburg: Einzug ins Landesfinale knapp verpasst
VON JOHANNA MUSCHALIK - zuletzt aktualisiert: 29.01.2009Duisburg (RPO). Rheinhausen Was ist eigentlich ein Wurstwinkel? Oder ein Nebelkamm? Mit solchen Fragen mussten sich jetzt die Teams verschiedenen Schulen beschäftigen, um sich bei der Qualifikation für das Landesfinale der "Deutsch-Olympiade" durchzusetzen. Je vier Kandidaten von 30 Schulen aus 23 verschiedenen Städten traten im Krupp-Gymnasium in verschiedenen Kategorien gegeneinander an, um zu zeigen, wer das beste Gymnasium und wer die beste Haupt-, Real- oder Gesamtschule ist.
Für die beiden Rheinhauser Schulen, das Krupp-Gymnasium und die Alfred-Hitz-Schule, reichte es für eine Qualifikation leider nicht aus. Aber immerhin ein Duisburger Team, die Walsumer Fridtjof-Nansen Realschule, darf Anfang März zum Landeswettbewerb ins Düsseldorfer Schauspielhaus fahren.
Die "Deutsch-Olympiade" ist ein Wettbewerb der "Initiative Deutsche Sprache" (IDSP) und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Ziel ist die Förderung der Sprache. "Vor allem soll den Kindern vermittelt werden, dass Sprache Spaß machen kann", erklärt Greta Wonneberger, die stellvertretende Projektleiterin. "Deswegen setzen wir auch auf Mündlichkeit, denn die bereitet im Allgemeinen mehr Freude."
44 000 Schüler deutschlandweit
Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, konnten die Lehrer vorab kostenfreies Unterrichtmaterial bei der IDSP bestellen und sich mit ihren Klassen gezielt vorbereiten. Insgesamt haben deutschlandweit mehr als 1500 Klassen mit etwa 44 000 Schülern teilgenommen. Die besten Klassen aus NRW haben dann mit je vier Schülern an verschiedenen Orten um die Qualifikation für den Landeswettbewerb gekämpft. Acht Klassen aus den beiden Kategorien "Gymnasium" und "Hauptschule und mittlerer Schulabschluss" haben es schließlich geschafft.
Die Schüler mussten in drei Kategorien aus den fünf Bereichen "Reimen", "Erzählen", "Erklären", "Darstellen" und "Umschreiben", antreten. Dabei war neben sprachlichen Fähigkeiten vor allem auch die Fantasie gefragt. Denn es galt, Produkte zu beschreiben, die es eigentlich gar nicht gibt, aus einer Schlagzeile und zwei vorgegeben Hauptpersonen eine kleine Szene vorzuspielen oder einen vorgegebenen Anfangssatz immer weiter zu reimen – und das alles mit einer Vorbereitungszeit von nur jeweils zwei Minuten.
Ab der Landesebene werden die Ansprüche an die Schüler noch gesteigert. Denn während die Jury vorher aus Lehrern bestand, sind später unabhängige Juroren aus der Medien- oder Schriftstellerlandschaft dabei. Im vergangenen Jahr gaben sogar Katja Riemann und Sven Regner ihr fachkundiges Urteil ab.
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